Willy Bendorf wurde am 20.10.1899 in Quickborn als Sohn eines Landwirts in Quickborn geboren. Er stammte aus einer kinderreichen Familie und hatte insgesamt sechs Geschwister. Nach dem Besuch der sechsklassigen Volksschule arbeitete er 1915 bei seiner ältesten Schwester auf dem Hof, deren Ehemann als Soldat im Ersten Weltkrieg eingezogen war. 1916 fiel Willi Bendorf von […]
Ernst- Barlach- Geburtshaus Mühlenstraße 1 Hier wurde der Künstler und Dichter Ernst Barlach am 2. Januar 1870 geboren. Barlach, der „Friedenskünstler“ schuf Mahnmale gegen den Krieg. Deshalb wurden seine Werke von den Nazis als „entartet“ bezeichnet und aus Museen und Kirchen entfernt, darunter den an Käte Kollwitz erinnernden Domengel in Güstrow, eine Skulptur am Lübecker […]
Letzter Wohnort der Jüdin Jetta Husmann in der Bahnhofstraße 28 Jutta Husmann, geb. 30.11.1872, hatte hier ein Textilgeschäft. Am 17. Juli 1942 erhielt sie den „Evakuierungsbefehl“ und nahm sich einen Tag später das Leben.
Gedenkstein auf einem Gräberfeld auf dem Friedhof Breiter Weg Der alte Stein mit der Inschrift „Den Opfern des Nationalsozialismus – Ermordet 1944 im Außenlager Wedel des Konzentrationslagers Neuengamme“ wurde um 1970 „entsorgt“ und 1971 ersetzt durch einen anderen Stein. Hier heißt es nun: Den Opfern des Nationalsozialismus von 1943 bis 1947 zum Gedenken. Ich, ich […]
Gedenkstein für die Opfer des Außenlagers des KZ Neuengamme, Rissener Straße unterhalb des Lidl-Parkplatzes Im November 1986 wurde das mit einem Stacheldrahtzaum umgebene Mahnmal errichtet. Die Inschrift lautet „Zur mahnenden Erinnerung an das Außenkommando Wedel des NS-Konzentrationslagers Neuengamme September bis November 1944“. Eine Informationstafel erläutert: „Während des 2. Weltkrieges bestand im Bereich Kronskamp und heutiger […]
Prisdorfer Straße 15. Hier wohnte Wilhelm Schmitt. Jahrgang 1888. Stadtverordneter der KPD in Thesdorf und später Stadtverordneter der SPD in Pinneberg. Verhaftet bei der „Aktion Gewitter“ im August 1944. Konzentrationslager Neuengamme. Ertrunken mit der MS Cap Arcona am 3.5.1945 Wilhelm Schmitt war Schneidermeister. 1911 floh er aus dem Militärdienst in das Schweizer Exil. Sein Sohn […]
Friedenstraße 50. Hier wohnte Heinrich Geick. Jahrgang 1872. Stadtverordneter der KPD. Die Familie Geick beteiligte sich aktiv an der Widerstandsarbeit der KPD. Er wird im April 1934 verhaftet. Haft in den Untersuchungsgefängnissen Hamburg und Neumünster. Dem herzkranken Heinrich Geick werden seine lebenswichtigen Medikamente verweigert. Tot am 13.2.1935. Heinrich Geick arbeitete als Zimmerer. Er und seine Frau Olga […]
Bahnhofstraße 13. Hier wohnte Heinrich Boschen. Jahrgang 1884. Stadtverordneter der SPD. stellvertretender Geschäftsführer der Allgemeinen Ortskrankenkasse Pinneberg. Berufsverbot. Verhaftet im August 1944 bei der „Aktion Gewitter“. Verschleppt ins KZ Neuengamme. Tot an den Haftfolgen am 4.10.1944. Heinrich Boschen war Maurer. 1906 trat er der SPD bei. Seine Kriegserfahrungen im 1. Weltkrieg machten ihn zu einem […]
Im September 1933 wurde im Haus von Franz Schnell in der Kampstraße, Ecke Heinrich-Lohse-Straße eine Geschäftsstelle der Ortsgruppe der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) eingerichtet,[1]Quickborn-Hasloher Tageblatt (QHT), 15.09.1933. Landesarchiv Schleswig-Holstein (LASH), Abt. 320.12 Nr. 1381.. Später wechselte die Ortsgeschäftsstelle in das Haus von Walter Kahle in der Straße Am Mühlenberg Nr. 9 und 1941 in das „Gustloffhaus“ […]
Ab 1936 befand sich im ehemaligen Wohlfahrtsamt an der Kieler Straße, Ecke Adolf-Hitler-Straße (heute Harksheider Weg) die Geschäftsstelle des SA-Sturms 4/265.[1]Stadtarchiv Quickborn, Beratungen mit den Gemeinderäten ab Juli 1934. Quickborn-Hasloher Tageblatt (QHT), 26.09.1936. Vier Monate nach der Gründung der NSDAP-Ortsgruppe Quickborn präsentierte sich erstmals auf einer Veranstaltung am 8. Februar 1930 in Quickborn die SA […]