Ludwig-Meyn-Schule

Bis September 1933 war Bernhard Pein Direktor der Ludwig-Meyn-Schule (LMS). Er übernahm 1934 die kommissarische Leitung der Napola in Berlin-Spandau und war Mitglied in verschiedenen NS-Organisationen wie der SA oder dem Nationalsozialistischen Lehrerbund. Zudem war er der Ansicht, der Heimleiter des Internats müsse der SA angehören. Peins Nachfolger Hinrich Apfeld übernahm selbst die Heimleitung und […]

Von der NS-„Euthanasie“ zum Facharzt in Uetersen: der Mediziner Dr. Kurt Borm (1909-2001)

An diesem Ort erfährt man etwas über das Unrecht, das in der Nazi-Zeit geschah. Hier wohnte nach dem Krieg ein Arzt, der in der Nazi-Zeit an der Tötung von psychisch kranken, geistig und körperlich behinderten Menschen beteiligt war. Er war von 1945 bis 1962 im (städtischen) Krankenhaus beschäftigt. In den Beerdigungsregistern der Kirchengemeinde finden sich […]

Getrud Julie Fanny Kroll (1895-1944)

Gertrud Julie Fanny Kroll, geb. Schwarzbach, wurde am 9.8.1895 in Schleusingen (Thüringen) geboren. Sie zog mit ihrer Familie nach Wedel, da ihr Vater hier Arbeit fand. Gertrud heiratete am 15.5.1920 Johann Julius August Kroll, einen Tischler. Zusammen bekamen sie zwischen 1920 und 1929 fünf Kinder, drei Mädchen und zwei Jungen, von denen nur vier im […]

Franz Hinrich Borchert (1912-1937)

Franz Hinrich Borchert wurde am 17.3.1912 in Altona geboren. Er war ein Wedeler Arbeiter. Mit seiner Frau Johanna Helene Luise, geb. Tobies, wohnte er in der damaligen Hörnstraße Nr. 1, der heutigen Rudolf-Höckner-Straße. Am 4.9.1936 wurde er wegen seiner Epilepsie in die Heilanstalt Neustadt eingeliefert und verstarb dort, kein halbes Jahr später mit 24 Jahren […]

Karl Timm (1919-1942)

Karl Timm wurde am 3.10.1919 geboren. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie in Wedel unter der Adresse Voßhagen 48 auf. Er hatte vier Geschwister. Sein Vater arbeitete in einer Ölmühle und war ein Nazigegner. Karl Timm wurde nach Kriegsbeginn zur Luftwaffe eingezogen und zum Kanonier ausgebildet. Sein Bruder Gerhard, der 14 Jahre jünger ist, kann sich […]

Helene Johannsen (1879-1941/42) – Schlosskamp 31 (Roggenhof 5)

Helene Johannsen wurde mit dem Namen Struckmeyer am 7.12.1879 in Wedel geboren. Ihre Eltern besaßen eine Schlachterei und einen noch bekannteren Gasthof in der Mühlenstraße in Wedel. Als sie 18 Jahre alt ist, lernt sie Theodor Johannsen kennen. 1899 heiratet sie den Kolonialwaren-Großhändler, der ab 1915 eine Nährmittelfabrik in der Hafenstraße betrieb. Er war ein […]

Betty Elkeles (1885-1940)

Am 3.2.1885 wurde Betty Elkeles in Hamburg geboren. Zum damaligen Zeitpunkt waren ihre Eltern, den Buchhalter Salomon Elkeles und Clara Elkeles (geb. Nossen), noch verheiratet. Sie trennten sich, danach heiratete Salomon Elkeles am 25.10.1888 Anna Nossen (auch genannt Hannchen) in ihrem Geburtsort Gnesen/Gniezno (Polen). Bettys Schwester aus erster Ehe starb mit 12 Jahren und wurde […]

„Da haben wir ja hier Glück gehabt“ – Räumungstransport mit Halt in Glückstadt

Der Glückstädter Bahnhof liegt mitten im Zentrum der Elbstadt und gehört damit zum festen Bestandteil des Stadtbildes. Doch die wenigsten Betrachter wissen um die Vorfälle, die sich dort zur Endphase des Nationalsozialismus zugetragen haben. Der unweit von Glückstadt in Westdorf/Dithmarschen geborene SS-Oberscharführer Hermann Kleemann (1915-1977), Sohn eines Reichsbahnangestellten und gelernter Metzger, wurde ab 1941 im […]

Heinrich-Martin Kölln (1909-1942), Bauingenieur, Hauptsturmführer und Ratsherr

Geboren am 03.12.1909 in Uetersen[1] als Sohn von Hinrich Albert (Henry) Kölln und Anna Helena Kölln, geb. Schlichting. Der Vater ist Zimmermeister; die Familie wohnt in der „Seminarstraße 30“[2]. Als rangältester Führer der Sturmabteilungen wird Kölln aufgrund des Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15.12.1933 zum ständigen Gemeinderatsmitglied (= Ratsherr) berufen; sein Rang ist der eines Hauptsturmführers[3]. Kölln ist […]

Barackenweg

Der Eimsbütteler Fabrikant Rudolf Conrad Brockhahne, Besitzer des Gutes “Elisenhof” in Quickborn, beschäftigte in Heimarbeit zuliefernde Zigarrenarbeiter, die in einer kleinen Barackensiedlung hausten. Sie gründeten 1895 die SPD-Quickborn. An die mietweise Unterbringung (1 Mark pro Woche) erinnerte der “Barackenweg”, der am 6. August 1948 – auf Antrag des KPD-Vertreters- in Wiesengrund umbenannt wurde. Mitbegründer der […]