Eine „Hitler-Eiche“ in Quickborn

1. Mai 1933
Marktstraße, Quickborn
Schlagwörter , , , , ,

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde am 1. Mai 1933, dem „Tag der nationalen Arbeit“,  in vielen Orten zur Ehrung des neuen Reichskanzlers eine „Hitler-Eiche“ gepflanzt. Auch in Quickborn fand dieses im Rahmen einer großen Zeremonie statt. Als Standort für die Eiche wählten die Nationalsozialisten eine Stelle vor dem Gemeindehaus in der Marktstraße, ein damals zentraler Platz.1

Das Pinneberger Tageblatt berichtete hierüber: „Von der Kirche ging es zum Gemeindehaus, wo, wie in allen deutschen Landen, eine Hitlereiche gepflanzt wurde. Der Ortsgruppenführer, Pg. Schäffer, hielt hier eine markige Ansprache, in der er zur Treue und Einigkeit ermahnte und übergab die Eiche dann dem Gemeindevorsteher, Pg. Dölling, der sie für die Gemeinde übernahm. Das Horst-Wessel- und das Deutschland-Lied beschlossen diesen Akt.“2

Wann die Hitler-Eiche nach der NS-Zeit wieder entfernt wurde, ist bisher nicht bekannt.

 

Fußnoten

  1. Anfangs war der „Horst-Wessel-Platz“ für die Anpflanzung vorgesehen. Aus unbekannten Gründen hatte man hiervon dann doch abgesehen (Stadtarchiv Quickborn, Protokoll der Gemeindevertreter (ab 13.05.1927), Gemeindevertretersitzung 25. April 1933. Quickborn-Hasloher Tageblatt 27.04.1933).
  2. Pinneberger Tageblatt 03.05.1933.

Kommentieren Sie den Beitrag

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.