Richard Hübener – Ortsgruppenleiter der NSDAP 1930 – 1931

Kieler Straße 131, Quickborn Schlagwörter

Richard Hübener wurde 1894 in Friedrichsgabe geboren.1 Im Ersten Weltkrieg hatte er eine schwere Kriegsverletzung erlitten, die zu einer Beinamputation führte.2 Er war als Arbeiter erwerbstätig und lebte in der Kieler Straße.3 Zeitweise war er auch als Aufseher in der Strafanstalt im Himmelmoor beschäftigt.4 Im Juni 1930 trat er mit der Mitglieds-Nr. 261544 der NSDAP bei5 und übernahm für ungefähr ein halbes Jahr von Ende 1930 bis Sommer 1931 die Führung der NSDAP-Ortsgruppe Quickborn.6 1931 wurde Hübener neben Wilhelm Kolz als Spitzenkandidat der NSDAP zu den Gemeindevertreterwahlen aufgestellt und erhielt einen der fünf Sitze der nationalsozialistischen Fraktion im Kommunalparlament.7 Nach der Machtübernahme war er Ortsleiter der NS-Gewerkschaft Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation (NSBO), die in die Deutsche Arbeitsfront (DAF) aufging, dessen Ortsgruppenleitung er dann übernahm.8 Im März 1935 gab er die Ortsgruppenleitung der DAF ab an Detlef Klingforth.9 In der Nachkriegszeit war er als Landwirt tätig.10 Er verstarb 1975 mit 80 Jahren.

Fußnoten

  1. Bundesarchiv Berlin (BArch Berlin), BDC 3100/J0104.
  2. Zeitzeugengesrpäch mit Frau W., Quickborn, 21.08. u. 10.09.1994.
  3. Verlag A. Beig (Hg.): Adreßbuch für Pinneberg und Umgegend. Pinneberg 1935/36.
  4. PT, 12.06.1931.
  5. BArch Berlin, BDC 3100/J0104.
  6. QHT, 11.06.1931.
  7. Schleswig-Holsteinische Tageszeitung, 27.01.1931.
  8. PT, 19.12.1933.
  9. PT, 02.04.1935.
  10. Verlag Heinrich Buschmann (Hg.): Heimat-Adressbuch Landkreis Pinneberg. Ausgabe 1959. Münster 1959.

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