Richard Schmidt, Ortsgruppenleiter der NSDAP Horst

11. Juni 1926
Bahnhofstraße 7, 25358 Horst
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Richard Schmidt (*12. August 1902 Horst †9. April 1990 Husum) besuchte nach der Horster Volksschule die Elmshorner Realschule, die er 1918 mit dem Reifezeugnis abschloss. Er absolvierte eine Maurerlehre im Baugeschäft seines Vaters Wilhelm Schmidt (Bahnhofstraße 7), machte 1923 das Bautechniker-Examen in Eutin und bestand 1928 die Maurermeisterprüfung in Altona. 1929 hatte er einen schweren Motorradunfall, nach dem sein linker Arm gelähmt war. Da er seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte, musste er 1937 Horst verlassen, um in Husum eine Anstellung als Brandschauer (Prüfung von Feuerungsanlagen) anzunehmen. Schmidt trat am 11. Juni 1926 in die NSDAP ein und wurde trotz seines jungen Alters sogleich Ortsgruppenleiter der gerade gegründeten NSDAP-Ortsgruppe Horst. Er wurde mit dem Goldenen Parteiabzeichen und dem Verdienstabzeichen in Silber und Bronze ausgezeichnet. Er war ebenfalls Mitglied in der DAF, im NSV, im VDA und im Reichsluftschutzbund. Bei der Kommunalwahl am 12. März 1933 wurde er für die NSDAP in die Horster Gemeindevertretung gewählt. Weitere Ämter ab 1933: Mitglied des Horster Schulvorstandes und der Baukommission, Mitglied des Grundsteuerausschusses des Kreises Steinburg, Bausachverständiger für den Amtsbezirk Horst, Mitglied des Ortsausschusses für Jugendpflege. Die Zusammenarbeit mit dem erst 1933 in die NSDAP eingetretenen Horster Gemeindevorsteher und späteren Bürgermeister Heinrich Stamerjohann gestaltete sich offenbar problemlos. Anlässlich seines berufsbedingten Umzuges nach Husum musste Schmidt am 1. Mai 1937 sein Amt als Horster Ortsgruppenleiter aufgeben. Auch in Husum setzte er sein Engagement in der NSDAP fort, u.a. als Volksbildungsstättenleiter. Vom 14. März 1946 bis 16. Mai 1947 wurde er durch die britische Militärregierung interniert. Eine weitere Bestrafung wie bei seinem Horster Nachfolger, dem Ortsgruppenleiter Wilhelm Koopmann, erfolgte nicht.

Quelle: Horst Lexikon, Horst 2009

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