Geboren am 6. April 1908 in Uetersen; Eltern: August Diedrich Jürs und Maria Johanna Rebecka, geb. Fuhlendorf[1]; jüngerer Bruder von Karl Jürs (*1902).
Angeklagter im achten Offenborn-Prozess[2]. Die Nachfolge-Prozesse sind nach dem ersten Angeklagten Johannes Offenborn aus Elmshorn benannt.
Der Vorwurf: Wilhelm Jürs sei Mitglied der kommunistischen Parteiorganisation in Uetersen gewesen. Seit Januar 1933 sei er Organisationsleiter der Zelle III Uetersen gewesen. Von Dezember 1931 bis Mitte 1932 habe er auch dem „Kampfbunde gegen den Faschismus“ angehört. – Nach der Machtübernahme habe er bis April oder Mai 1934 Beiträge für die KPD gezahlt zwei kommunistische Zeitungen und Flugblätter erhalten. Bei ihm wurde auch eine Pistole gefunden[3].
Verurteilung am 22. Februar 1936 wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 2 Jahre und 6 Monate Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht[4].
Heirat 1938 mit Anna Dudda (*1902), der Mutter von Waldemar Dudda (*1925); Sohn Franz wird 1939 geboren; 1940 wohnhaft im Sandweg 26.
Erhard Vogt, April 2026