Paul Mischke, Zimmerer – gewählter Stadtvertreter, von den Nazis ausgeschlossen

24. Juni 1933
Feldstr. 49, Uetersen
Schlagwörter , , , ,

Geboren am 23.01.1891 in Altona.[1]

Seit 1924 Stadtverordneter (= Stadtvertreter) für die SPD in Uetersen.[2]

Am 12.03.1933 gewählter Stadtverordneter für die SPD[3]; wurde am 30.03. in das Amt eingeführt.

„Wenige Tage nach dem Verbot der SPD im Juni 1933 wurden am 24. Juni .. zahlreiche SPD-Stadtverordnete aus Uetersen und wichtige Partei- und Gewerkschaftsfunktionäre verhaftet und in ein Konzentrationslager gesperrt …“[4] Er war ab dem 26.06. im Lager Glückstadt inhaftiert.[5]

Durch die „Verordnung zur Sicherung der Staatsführung“ vom 07.07.1933 (RGBl. S. 462) ist die Zuteilung von Sitzen auf Wahlvorschläge der SPD für die Vertretungskörperschaften für unwirksam erklärt worden.[6] Mit Schreiben vom 07.08.1933 teilte der Magistrat ihm mit, dass das Mandat als Stadtverordneter erloschen sei.

1951-59 Bürgervorsteher der Stadt Uetersen. Gestorben am 20.02.1959 in Uetersen. „Aufgrund des verdienstvollen Wirkens dieses Mannes wurde nach seinem Tode die Sportallee in Paul-Mischke-Allee umbenannt.“[7]

 

 

[1] Geburts- und Sterbedatum vgl. H. Green, Zur Geschichte der Stadtwerdung Uetersens, in: Jahrbuch für den Kreis Pinneberg 1970, Pinneberg 1969, S. 58

[2] Vgl. Homepage des SPD-Ortsvereins unter „Ortsverein“ und „Geschichte“

[3] Vgl. Uetersener Nachrichten vom 14.03.1933

[4] F. Bringmann/H. Diercks, Die Freiheit lebt, Frankfurt a.M. 1983, S. 40

[5] Vgl. ebda., S. 123

[6] Vgl. Schreiben des Magistrats der Stadt Uetersen vom 07.08.1933.

[7] H. Green, Zur Geschichte der Stadtwerdung Uetersens, in: Jahrbuch für den Kreis Pinneberg 1970, Pinneberg 1969, S. 58

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