Franz Josef Kristen (* 15.04.1900 Handorf), Papierarbeiter – von den Nazis verfolgt, angeklagt und verurteilt

3. Februar 1936
Heisterkampstr. 36, Uetersen
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Angeklagter im sechsten Offenborn-Prozess (Geschäftsnummer 10.0.Js.143.35.F.), Verurteilung am 03.02.1936 wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 6 Jahren Zuchthaus, 6 Jahren Ehrverlust und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht.

„… Er war mit kurzer Unterbrechung vom Frühjahr 1933 bis zu einer Festnahme am 19. Dezember 1934 der Leiter der kommunistischen Geheimorganisation in Uetersen. Der KPD gehörte er seit 1921 an und war dort Pol. Leiter, sodann mehrere Monate Agit.-Propag.-Leiter und schließlich Org-Leiter, bis er im Februar 1933 wieder den Posten des Pol. Leiters übernahm. Er ist dafür verantwortlich zu machen, dass in Uetersen die kommunistische Geheimorganisation in einem derartigen Umfange solange bestanden hat. Hierzu kommt, dass eine, wenn auch nur kurze Schutzhaft im Frühjahr 1933 keinerlei abschreckende Wirkung bei ihm ausübte. …“[1]

 

 


[1] Urteil des 3. Strafsenats des Kammergerichts Berlin vom 03.02.1936 (Geschäftsnummer 10.0.Js.143.35.F.).

Quelle: Stadtarchiv Elmshorn

Erhard Vogt

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