Dr. Wilhelm Bredahl, praktischer Arzt in Horst und Funktionär der NSDAP

Elmshorner Straße 6, 25358 Horst Schlagwörter ,

Dr. Wilhelm Bredahl (*13. Juli 1899 Beeskow/Spree † 24. Juni 1994 Horst) besuchte 1906-14 die Mittelschule in Beeskow, 1914-17 die Oberrealschule in Cottbus. 1917-18 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. 1919-20 besuchte er die Oberrealschule in Berlin-Moabit, die er mit dem Abitur abschloss. 1920-25 studierte er Medizin an den Universitäten Berlin, Tübingen und Greifswald, wo er sein Staatsexamen ablegte und promovierte. 1925-27 arbeitete er in den Hamburger Krankenhäusern Eppendorf und Bethanien als Praktikant und Assistent. Danach fuhr er ein halbes Jahr als Schiffsarzt bis nach Ostasien. 1927-34 ging er nach Helgoland um die dortige Klinik als Chefarzt zu führen und gleichzeitig eine Praxis als Hausarzt zu betreiben. Dann erfolgte seine Niederlassung in Horst, Bahnhofstraße 4, wo er die Praxis von Dr. Brandt übernahm. Bereits 1928 trat Bredahl in die NSDAP ein. 1930 wurde er Mitglied im NS-Ärztebund. Ab 1934 trat er wie viele andere Horster auch in weitere Unterorganisationen der NSDAP ein. So wurde er 1934 Mitglied im Reichsluftschutzbund und im NSKK, wo er den Rang eines Sturmbannarztes einnahm. 1935 trat er in den NSKOV und in die NSV ein, 1936 schließlich in den VDA. Er war Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP. Von Aug. 1939 bis zum Kriegsende diente er als Militärarzt, zunächst in Frankreich, nach Beginn des Russlandfeldzuges in Ostpreußen und an der Ostfront in verschiedenen Feldlazaretten. Ab 1944 arbeitete er im Itzehoer Lazarett. Nach dem Krieg leitete er von März 1945 bis Febr. 1946 als Chefarzt das Lazarett in Krempe. Danach führte er seine Horster Praxis weiter.

Quelle: Horst Lexikon, Horst 2009

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