Dienststelle Wlassow Armee, Flagruko/Batterie „Falm“, Helgoland

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Der hochdekorierte Generalleutnant Andrei Andrejewitsch Wlassow von der Roten Armee gerät im Juli 1942 in Tuchowetschki in deutsche Gefangenschaft und wird nach Berlin überführt.  Unter den Gefangenen initiiert er ein Komitee, das die Russen zur Beseitigung des Sowjetsystems aufrufen soll und stellt sich für die Bildung einer anti-stalinistischen „Russischen Befreiungsarmee“ (R.O.A., auch „Wlassow Armee“ genannt) zur Verfügung.

In seinem sog. „Prager Manifest“ vom November 1944 erklärt er, er wolle den Sturz des Bolschewismus, aber keine Rückkehr zum Zarentum.

Die Rekrutierung für die R.O.A. (Russkaja Oswoboditelnaja Armija)  beginnt im Herbst 1944.  Im Februar 1945 übernimmt  Wlassow den Oberbefehl über die neue Armee und kämpft bis April 1945 auf deutscher Seite.

Anfang Mai 1945 bricht Wlassow das Bündnis mit Deutschland, indem er es zulässt, dass sich seine 1. Division vorübergehend den Aufständischen in Prag anschließt.

Nach der Befreiung Prags ergibt sich Wlassow den amerikanischen Truppen.  Am 12. Mai wird er von der Roten Armee festgenommen und in Moskau wegen Hochverrats vor Gericht gestellt. Zwei Tage später wird er zum Tode verurteilt und gehängt (Quellen: Wikipedia, http://diki.heliohost.org/wlassow.htm)

HELGOLAND

Selbst auf der kleinen Insel Helgoland befanden sich Angehörige der Wlassow Armee, die versuchten, ihre ehemaligen Kameraden von der Roten Armee zum Überlaufen zu bewegen.

Berichte ehemaliger Marinehelfer:

„Auf Helgoland gab es eine Dienststelle der Wlassow-ArmeeEs hieß, dort wäre ein Oberst, der Werbung betrieb unter seinen gefangenen Landsleuten. Die Russen aus unserer Batterie („Westklippe“)  mussten öfter zu ihm. Mir ist nicht bekannt, ob sich einer dieser Russen für die Wlassow-Armee gemeldet hat.“ (Benno Krebs, Helgoland Bd. II,  S. 367) Aus dem Bericht des ehemaligen Marinehelfers W. Krentzel)

„Anfangs gehörten zu unserer Batterie auch noch russsische Kriegsgefangene, die als Munitionsmänner Granaten zureichten und nach den Angriffen die Munition aus dem Hauptdepot im Festungswerk zu den einzelnen Geschützen schleppten. ..  Im Januar 45 wurden diese Kriegsgefangenen gegen Angehörige der WLASSOW-ARMEE ausgetauscht.   (ehemaliger Marinehelfer W. Altenburg, Batterie „Falm“, (General a.D. W. Altenburg 13.3.2009)

Erstellt von A. Friederichs

 

Weiterführende Literatur:

„Wllassow – eine Tragödie unserer Zeit“, Edwin Erich Dwinger,1951

„Wen sie verderben wollen“, 1952,  „Die Illusion: Rotarmisten in Hitlers Heeren“, 1974,  „Die Illusion: Rotarmisten gegen Stalin“ 1995,   von Jürgen Thorwald

„Wlassow, Verräter oder Patriot?“, 1968, von Sven Steenberg

„Gegen Stalin und Hitler.  General Wlassow und die russische Freiheitsbewegung“, 1970, von Wilfried Strik-Strikfeldt

„Die Verratenen von Jalta“ , Nikolai Tolstoy 1981)?

 „General Wlassow“, 1987, von Sergej Fröhlich

„Der Zweite Weltkrieg 1939-1935.  Die russische Befreiungsarmee“, 1998, von S. Drobjasko und A. Karaschuk

„Die Tragödie der russischen Befreiungsarmee 1944/45“, 2003, von Joachim Hoffmann

 

 

 

 

 

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