Stolpersteine in Elmshorn: Johann Büsen und Sohn Hans Büsen – politisch verfolgt und im Widerstand

„Gefolgschaftsversammlung“ mit Militärmusik bei den Lederwerken Knecht und Söhne. Mitte der dreißiger Jahre. Bildunterschrift in: Die Entwicklung der Lederindustrie Teil 2, Beiträge zur Elmshorner Geschichte Bd. 3 Foto: Per Koopmann, Stadtarchiv Elmshorn
Kennkarte KZ Sachsenhausen zu Johann Büsen. Quelle: Arolsen Archives
Bergen-Belsen: Befreite Häftlinge tragen am 17. April 1945 aus den Baracken die Toten heraus Bild: wikipedia
Befreiung des KZ Bergen-Belsen durch britische Truppen der 2. Armee, am 15. April 1945. Mitglieder der KZ-Wachmannschaften werden von britischen Soldaten abgeführt. (© picture alliance/akg-images)
Gedenkstein am Rathaus: "Als Opfer ihrer Überzeugungstreue für Frieden, Freiheit u. Gerechtigkeit starben in Nazi‐Kerkern, Konzentrationslagern und im Freiheitskampf die Elmshorner Reinhold Jürgensen, Max Wriedt, Erich Krämer, Heinrich Kastning, Emil Seemann, Ludwig Otto, Richard Jürgensen, Peter Kähler, Johann Büsen, Wilhelm Peetz, Karl Wulf“ (Bild: Antifaschistischer Stadtrundgang 2005 Foto: privat )
Gedenkstein zu den Offenborn-Prozessen auf dem Reinhold-Jürgensen-Platz. Foto: Rudi Arendt
Verurteilt im Offenbornprozess, gehörten auch die Brüder Paul und Willi Wegner (hintere Reihe erster und zweiter von links) zu den 35 Elmshornern, die am 3. und 4. Februar 1943 in der zweiten Einberufungswelle ins Strafbataillon 999 eingezogen wurden. Bildquelle: Sammlung Alfred Rasmussen Foto: privat
Bild vom Gedenkstein„DEN ERSCHOSSENEN UND GEFALLENEN ANTIFASCHISTEN DER BEWÄHRUNGSBATAILLONE 999“. Bildqelle: seemoz‐Archiv
Hans Büsen war schon Anfang der 1930 Jahre Ringer im AC Einigkeit Elmshorn. Er gehörte mit seinen Sportkameraden Max Brauer und Ernst Pruschitzki (die ebenfalls auf dem Foto zu sehen sind) zu den Wiederbegründern des AC Einigkeit nach dem Krieg (1948 im Vereinslokal „Zur Linde“ in der Mühlenstrasse). Bildquelle: Jens Gatzenmeier.
Hans Büsen nach dem Krieg, Foto undatiert Bild: privat
15. April 1945
Norderstraße 18, Elmshorn

HIER WOHNTE
JOHANN BÜSEN
JG. 1877
IM WIDERSTAND VERHAFTET 1941
KZ SACHSENHAUSEN KZ BERGEN-BELSEN
TOD AN HAFTFOLGEN 1945

Die Patenschaft für den Stolperstein für Johann Büsen übernimmt Beate Raudies, Mitglied der SPD‐Fraktion im schleswig‐holsteinischen Landtag.

Johann Büsen wird am 24.11.1877 in Wewelsfleth geboren.[1] Im Jahre 1926 wohnte er in Elmshorn mit seiner Frau Anna und seinem Sohn Hans (geb. 1905) in der Fritz‐Reuter‐Straße 4.[2] Der Sozialdemokrat arbeitete bei der Firma Knecht & Söhne.
Gesprächsprotokolle aus den 1980er Jahren mit ehemaligen Beschäftigten geben ein durchaus widersprüchliches Bild über Widerstand und Verfolgung währenden der NS‐Zeit und den innerbetrieblichen Verhältnissen bei Lederknecht wieder. Danach gab es dort 1935 eine „Reinigungsaktion“ bei der „alle Nichtnazis auf Anordnung vom Vertrauensrat entlassen“ wurden. (Protokoll Herr M.) Viele hätten sich umgestellt und seien in eine Organisation – beliebt war der „Werkschutz“ ‐ eingetreten, umso der Entlassung zu entgehen. Der Zweck: „An und für sich war das nur eine Zusammenfassung der Arbeiter, so ´wir haben Euch im Griff`. Das war an und für sich der Hauptgrund, alles andere war so Nebensache.“ (Interview Herr St., Blatt 370). Unter dem Verfolgungsdruck berichtet er auch von Parteiübertritten: „Ja, es war nachher ja so, dass tatsächlich Leute, die in der SPD oder KPD waren, auch zur nationalsozialistischen Partei übergingen. Sehr viele sogar. Die Aktiven natürlich nicht.“ (Blatt 371). Er erzählt aber auch: „Die Nazis drangen im Betrieb nicht durch, die waren zu dumm. Da sagte keiner ´Heil Hitler`.“ Protokoll Herr. St) Die Betriebsleitung habe sich nicht um Politik gekümmert. Sympathie für die Nationalsozialisten hatten eher die jungen Beschäftigten, während die alten dagegen waren. (vgl. ebenda).[3] Frau Bl. berichtet: „Als die Nazizeit war, da gab das ja dann und wann einmal Extrarationen. Und dann kriegte ich ja einmal eine dicke Zigarre. Ich sag´ Guten Morgen und Guten Tag. Sie müssen mit Herrn Hitler grüßen und das
hat mich so gekränkt… Und dann haben sie mir eine Armbinde gegeben und das Hakenkreuz, das sollte ich dann tragen und denn sollte ich in der Frühstücksstube, da sollte ich dann mit ´Heil Hitler` grüßen. Da habe ich sie dann abgenommen und hingelegt und habe gesagt, so damit ihr Bescheid wisst, ich lege meinen Posten runter… (Interview Frau Bl., Blatt 795).[4] Am 2. Mai 1933 wurden im gesamten Reich die Gewerkschaftshäuser durch die Nationalsozialistische Betriebszellen‐ organisation (NSBO), SA und SS besetzt, die Gewerkschaften aufgelöst, ihr Vermögen beschlagnahmt, die deutsche Arbeitsfront (DAF) gegründet. In Elmshorn verhaftete man nach dieser Aktion den Gewerkschaftssekretär Karl Dreyher. Fortan galt das „Führerprinzip“ auch in den Betrieben.[5]

Anders ergeht es Johann Büsen. Auch er weigert sich den Hitlergruß im Betrieb zu erwidern.[6] Er wird denunziert und am 12. September 1940 erstmals wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ in Neumünster kurzfristig in Untersuchungshaft genommen. 1941 von einem Hamburger Gericht von der Anklage staatsfeindlicher Betätigung freigesprochen, wird er sofort nach Schluß der Verhandlung von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und in das KZ Oranienburg (Sachsenhausen) verschleppt.[7] Vor seiner Verhaftung wohnte die Familie bereits in der Norderstraße 18 (damals Schlageterstraße) unweit des SA-Sturmlokals von Hans Stüben (Norderstraße 12).

Im Februar 1945 brachte die SS in mehreren Transporten nachweislich etwa 10.000 Männer aus dem KZ Sachsenhausen nach Bergen‐Belsen. Am 15. April 1945 nehmen britische Truppen das Gelände des Konzentrationslagers ein. Bis April 1945 wurden hier mehr als 50.000 Häftlinge und 20.000 Kriegsgefangene unter katastrophalen Umständen in den Tod getrieben. Bis Ende Juni 1945 starben weitere 14.000 Menschen an den Folgen der Internierung.[8] Kurz vor dem Eintreffen der Britischen Armee vernichtete die SS die Lagerregistratur. Es ist davon auszugehen, dass sich unter ihnen auch der Name Johann Büsen befand. Trotz jahrelangen Recherchen ist nicht einmal die Hälfte der schätzungsweise 120.000 Häftlinge des Konzentrationslagers Bergen‐Belsen namentlich bekannt.[9] Johann Büsen stirbt wenige Wochen nach der Befreiung an den jahrelang erlittenen Torturen.[10]

Sein Name findet sich auf dem Gedenkstein vor dem Elmshorner Rathaus in der Schulstraße.

 

Norderstraße 18

HIER WOHNTE
HANS BÜSEN
JG. 1905
IM WIDERSTAND RGO

ERSTMALS VERHAFTET 1936
STRAFBATAILLON 999 ÜBERLEBT

Die Patenschaft für den Stolperstein für Hans Büsen übernimmt der Freundeskreis Knechtsche Hallen – Keimzelle Kranhaus e.V.

Sein Sohn Hans Büsen, geb. am 3.12.1905, wird als Mitglied der verbotenen KPDnahen „revolutionären Gewerkschaftsopposition“ (RGO) 1936 in den sogenannten „Offenbornprozessen“, bei denen innerhalb von zwei Jahren bis 330 Antifaschisten aus Elmshorn und Umgebung verhaftet wurden, zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Er war ebenso wie sein Vater Lederarbeiter bei Knecht und Söhne.[11]

Der Prozeß „Offenborn und andere“ fand internationale Beachtung. Eine dänische Frauendelegation, die in Elmshorn bei der Familie Wegner (Willi Wegner war der Pol. Leiter der RGO in Elmshorn), in der Ollnsstraße Unterkunft hatte, beobachtete im März 1936 unbemerkt diesen Prozeß. Ihr Bericht – auch über die brutalen Verhörmethoden der Gestapo – wurde am 14. April 1936 in der sozialdemokratischen Stockholmer Zeitung „Social‐Demokraten“ abgedruckt. So konnte festgestellt werden, dass die Opfer der Massenverhaftungen im Büro der Gestapo in Hamburg stundenlang mit festgebundenen Händen und Füßen sowie mit den Gesichtern gegen die Wand stehen mussten und in dieser Weise ´vernommen` wurden. Dabei wurden alle fürchterlich geschlagen. Ein Augenzeuge erzählte der Delegation, dass auf der weißen Kalkwand ersichtlich war, wo die Gefangenen gestanden hatten: „Der Platz war mit Blutflecken bedeckt“.[12]
Zu den Offenbornprozessen befindet sich ein Gdenkstein in Elmshorn. Auf Beschluss des Kulturausschusses wurde 1986 der Reinhold‐Jürgensen‐Platz an der Ollnsstraße/Ecke Eichstraße benannt. Das dazu gehörige Denkmal wurde nach Anregung des Antifaschistischen Bündnisses im Dezember 1988 fertig gestellt und eingeweiht. Die Ollnsstraße war eine Straße des antifaschistischen Widerstandes. Der Gedenkstein erinnert an den dort wohnhaften Johannes Offenborn, Leiter der KPD Elmshorn, und an die Verhaftungswelle, in deren Verlauf 261 Männer und Frauen aus Elmshorn, und Umgebung, darunter auch Hans Büsen, 1935 und 1936 verurteilt wurden.[13]

Die RGO hatte im ganzen Deutschen Reich schon seit Ende 1932 zahlreiche Maßnahmen getroffen, um ihre weitere Tätigkeit gegen polizeiliche Eingriffe und Naziterror abzusichern. Im Kreis Pinneberg gelang es ihr, einen großen Teil ihrer Mitglieder in die Illegalität zu überführen. In Elmshorn war der Gewerkschafter Willi Wegner, der in der Margarinefabrik Rostock arbeitete, an der illegalen RGO‐Arbeit maßgeblich beteiligt. Anfang 1934 bestand der Versuch, „unabhängige Klassengewerkschaften“ aufzubauen, um parteilosen Arbeitern und den seit der Zerschlagung der freien Gewerkschaften ohne Verbindung gebliebenen Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) die illegale Mitarbeit zu erleichtern.[14] Schon im April 1933 übernahm der ebenfalls bei der Firma Rostock beschäftigte Heinrich Kastning die Funktion des Hauptkassierers der illegalen RGO. Das langjährige Mitglied der freien Gewerkschaft, später des ADGB und dann der RGO wurde nach seiner Verurteilung im Offenbornprozeß und den Haftzeiten im Juli 1941 erneut inhaftiert und starb an den Misshandlungen in einem Kieler Gefängnis am 15. August 1941. seine Name ist ebenso auf dem Gedenkstein am Rathaus zu finden, wie ein Stolperstein in der Ludwig‐Meyn‐Straße 5. Die Patenschaft übernahm der Ortsverein der SPD Elmshorn.

Hans Büsen und weitere in den Offenborn‐ und anderen politischen Prozessen zu höheren Freiheitsstrafen verurteilten Widerstandskämpfer erhielten während ihrer Haft im Emslandlager oder anderen Haftanstalten einen sogenannten „Ausschließungsschein“. Sie waren aufgrund des Wehrgesetzes vom 16. März 1935 „wehrunwürdig“ – der blaue Ausschließungsschein war das entsprechende amtliche Dokument. Als im Sommer 1942 die Aggression Hitlerdeutschlands in Europa ihre größte Ausdehnung erreichte, insbesondere nach dem Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion die Verluste immer verheerender wurden, griff der NS‐Staat zu rigorosen Maßnahmen, u.a. zur Mobilisierung von bisher „Wehrunwürdigen“ als Kanonenfutter für die deutsche Wehrmacht. Am 2. Oktober verfügte das Oberkommando der Wehrmacht auf Grundlage eines Hitlerbefehls die „Aufstellung der verstärkten Afrikabrigade 999 aus ehemaligen Wehrunwürdigen“.
Hans Büsen gehörte zu der ersten der drei Einberufungswellen Ende 1942 und wurde dort hauptsächlich in Nordafrika eingesetzt.[15] Demnach wurde eine zweite Gruppe darunter ca. 35 Elmshorner im Februar 1943 eingezogen und kam nach Rhodos/Griechenland. Eine dritte Gruppe wurde im Juni 1943 eingezogen und kam nach Korfu/Griechenland. Eine „Liste vom 19. April 1949 mit 56 Namen von 999er aus dem Kreis Elmshorn“[16] notiert:

Büsen, Hans Norderstraße geb. 3.12.05 Zeit beim BB 999: 1.12.42 – 16.8.45
„Man hatte sie dazu ausersehen, den Rückzug der ´Rommel‐Armee` zu decken. Unzureichend ausgerüstet waren diese Regimenter bald ´verheizt` gewesen. Überlebende retteten sich im Mai 1943 in amerikanische Gefangenschaft.“ (Meyer 1971: 206)[17]
Verurteilt im Offenbornprozess, gehörten auch die Brüder Paul und Willi Wegner zu den 35 Elmshornern, die am 3. und 4. Februar 1943 in der zweiten Einberufungswelle ins Strafbataillon eingezogen wurden.[18] Mit ihnen auch Wilhelm Brömmer, der den Einsatz nicht überlebte und am 27.2.1945 verwundet in einem Lazarett verstarb. Sie wurden vom Hannoverschen Bahnhof in Hamburg zur Festung „Heuberg“ bei Stetten am Kalten Markt in der Schwäbischen Alb zur „Ausbildung“ deportiert. Die ungebräuchlich hohe Nummer dieses Bataillons sollte ausdrücken, dass die Bewährungsbataillone nichts mit regulären Truppeneinheiten zu tun hatten. „999“er waren  dazu bestimmt, als „Verlorener Haufen“ die von den regulären Verbänden aufgegebenen Stützpunkte rund um das Mittelmeer zu halten, oft ohne Waffen und ohne genügend Verpflegung. Paul Wegner starb während des Rückzuges in einem Lazarett in Jugoslawien. Sechs weitere Elmshorner haben diese Einsätze nicht überlebt oder gelten als vermißt.
Noch heute wird das Areal des ehemaligen KZ „Heuberg“,  dem „Ausbildungplatz der Strafbataillone 999“ militärisch genutzt, als Truppenübungsplatz und Bundeswehrstandort. Am Rand des Truppenübungsplatzes – und damit öffentlich zugänglich – erinnert nur eine kleine Gedenkstätte neben der Dreitritten‐ Kapelle an das frühere KZ. Sie wurde im Auftrag des SPD‐Landesverbandes Baden‐Württemberg von dem Bildhauer Reinhard Bambsch gestaltet und im Juli 1983 zum 50. Jahrestag der Verhaftung von Kurt Schumacher, auch ein „999er“, eingeweiht.[19]

Es war der schnelle Zusammenbruch der Heeresgruppe Afrika, in deren Verlauf ein Großteil der Afrika‐Division 999 schon nach nur viereinhalb Wochen Einsatz in Kriegsgefangenschaft geriet.[20]
Von den nach Tunesien gelangten 999ern kamen rund 70% in Gefangenschaft (Klausch 2016:26). Das heißt, etwa 9000 der 16.000 Strafsoldaten könnten den Afrika‐Feldzug überlebt haben. Ein Glücksfall ‐ eben auch für Hans Büsen. Bei keinem der späteren Fronteinsätze ist ein so hoher Prozentsatz an Überläufen möglich gewesen.[21]
Hans Büsen war schon Anfang der 1930 Jahre Ringer im AC Einigkeit Elmshorn. Für seinen Trainer Max Maack, wurde bereits ein Stolperstein im Hogenkamp gelegt. Die Patenschaft übernahm Jens Gatzenmeier.

Das Bild von Hans Büsen ist ein undatiertes Foto nach dem Krieg. Seine kürzlich verstorbene Tochter Gerda hatte sich sehr für ihren Vater einen Stolperstein gewünscht. Sie nahm in den 1990er Jahren Kontakt zu Victor Andersen in Uetersen auf, Sozialdemokrat und aktiv im Reichsbanner, der ebenfalls als Verurteilter im Offenbornprozess in der I. Gruppe aus dem Kreis Pinneberg Ende 1942 zusammen mit Hans Büsen zum Strafbataillon 999 eingezogen wurde.

 

Rudi Arendt, April 2026

[1] 242‐1 II Gefängnisverwaltung II, Untersuchungshaftkartei f. Männer, Staatsarchiv HH

[2] Einwohner‐Adressbuch Elmshorn 1926, AB039. www.adressbuch‐service.de

[3] Uwe Köpcke in: Die Zeit des Nationalsozialismus ‐ Zeitzeugen, in: Die Knechtschen Hallen, Beiträge zur Elmshorner Geschichte Bd. 28, S.104/105

[4] Interviews mit Beschäftigten und Inhabern ehemaliger Elmshorner Betriebe von Jan Kolossa, Sammlung Industriemuseum Elmshorn

[5] Ralf Sluzalek in: Gewerkschaftsgeschichte Elmshorn und nähere Umgebung, S.224 , IG Metall 1991

[6] Auskunft von seinem Enkel Kurt Büsen 2010 an Karin Vietheer. Gegenüber dem Verf. berichtete er zudem: Der Arbeitskollege bei Knecht & Söhne, der Johann Büsen denunzierte, weil er nicht den Hitlergruß erwiderte, hatte seiner Tochter dies später am Sterbebett gebeichtet. Die Tochter habe sich dann später bei Kurt Büsen dafür entschuldigt.

[7]  Ermordung von Antifaschisten und Repression im KZ in: 150 Jahre SPD Elmshorn ‐ Sonderausstellung, 2013 https://schmidt‐oldesloe.de/spd150/abwehr3.html

[8] https://www.bpb.de/kurz‐knapp/hintergrund‐aktuell/307547/vor‐75‐jahren‐befreiung‐des‐kz‐bergen‐belsen/

[9] Gedenkstätte Bergen‐Belsen ‐ Forschung und Dokumentation, Antwort auf Suchauftrag v. 27.10.2025

[10] Ebenda 6 siehe auch: Totenliste der VVN Pinneberg v. 11.8.1948 : „Johann Büsen: 1945 auf einem Todesmarsch anlässlich der Evakuierung des KZ Bergen‐Belsen umgekommen“, Sammlung Herbert Diercks, Stadtarchiv Elmshorn

[11] Namensliste der in den “Offenbornprozessen” verurteilten Antifaschisten, in: “Die Freiheit lebt!” Herbert Diercks u. Fritz Bringmann, S. 138

[12] Prozeß in Sachen „Offenborn und andere“, in: “Die Freiheit lebt!” Herbert Diercks u. Fritz Bringmann, S. 88

[13] https://www.spurensuche‐kreis‐pinneberg.de/spur/die‐ollnsstrasse‐eine‐strasse‐des‐widerstandes‐zur‐erinnerung‐an‐die‐prozesse‐gegen‐die‐
antifaschisten‐offenborn‐und‐andere/

[14] Gewerkschafter im Widerstand, in: “Die Freiheit lebt!” Herbert Diercks u. Fritz Bringmann, S.62/63

[15] BB 999 Teilnehmer aus dem Kreis Pinneberg, Liste Dez. 1980. Sammlung Herbert Diercks, Stadtarchiv Elmshorn

[16] „Der Hannoversche Bahnhof – Deportations‐ und Gedenkort“ S.68 sowie Tabelle 3: 144 Namen von 999er der 1. Einberufungswelle, Seite 77 in: Ursula Suhling, Wer waren die 999er?, VSA‐Verlag 2017

[17] ebenda S.69

[18] Alfred Rasmussen in: Elmshorner Arbeiterinnen und Arbeiter im Politischen Widerstand, Elmshorner Geschichte, 2011, S. 2

[19] https://archiv.seemoz.de/lokal_regional/ausfluege‐gegen‐das‐vergessen‐19‐auf‐den‐heuberg

[20] ebenda S.101

[21] ebenda S. 103

Veröffentlicht von Rudi Arendt am

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