Sammellager für polnische Zwangsarbeiterinnen

Ulzburger Landstraße, Quickborn Schlagwörter ,

Nahe der ehemaligen Gastwirtschaft Eulenkrug am Harksheider Weg, Ecke Ulzburger Landstraße befanden sich eine oder mehrere Baracken für ca. 100 Zwangsarbeiterinnen aus Polen.1 Die Frauen wurden in der Baumschule Lüdemann eingesetzt.2 Mit dem Arbeitseinsatz der Zwangsarbeiterinnen betraut war der Verwalter der Baumschule Theodor Pein.3 Pein hatte noch 1933 zur Gemeindevertreterwahl für die SPD kandidiert4, trat aber wenig später zum „Stahlhelm“, dann zur SA über5 und wurde 1937 Mitglied der NSDAP.6

 

Fußnoten

  1. Vgl. Danker, Uwe; Bohn, Robert; Köhler, Nils (Hg.): „Ausländereinsatz in der Nordmark“. Zwangsarbeitende in Schleswig-Holstein 1939 – 1945. Bielefeld 2001, S. 149. Dass es sich um Frauen handelte, geht aus den Angaben der Ortspolizeibehörde hervor. Stadtarchiv Quickborn (StA Quickborn), Strafliste ab 26. Auf. 1940. In einer anderen Quelle wird aufgeführt, dass es sich um Zwangsarbeiter verschiedener Nationalität gehandelt habe; Vgl. Hoch, Gerhard; Schwarz, Rolf: Verschleppt zur Sklavenarbeit. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Schleswig-Holstein. 2. erweiterte Auflage. Rendsburg 1988, S. 180. Im Quickborner Lesebuch wird angegeben, dass sich die Baracke bei der heutigen Potsdamer Kehre befand; Vgl. Haft, Hans-Heinrich: „Der Gewinn wurde geteilt, das Risiko lag bei uns“. Fortbaumschulen in Quickborn, in: Geschichtswerkstatt Quickborn (Hg.): Quickborner Lesebuch, S. 199.
  2. Vgl. Haft, Hans-Heinrich: „Der Gewinn wurde geteilt, das Risiko lag bei uns“, S. 199. u. Zeitzeugengespräch mit Werner J, Quickborn 05.06. u. 02.08.2007.
  3. Vgl. Haft, Hans-Heinrich: „Der Gewinn wurde geteilt, das Risiko lag bei uns“, S. 199.
  4. Pinneberger Tageblatt, 27.02.1933.
  5. StA Quickborn, Personalien: Gemeinderäte 1945-47(-50).´
  6. Bundesarchiv Berlin, BDC 3200/Q0057.

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