Gedenken an das NS-Opfer Paul Warnecke in Quickborn am 4. März

Anlässlich des Todestages des Kommunisten Paul Warnecke wird in Quickborn an das NS-Opfer gedacht. Das Gedenken beginnt am 4. März um 17 Uhr an der Erinnerungs-Stele am Paul-Warnecke-Weg im Birkenwäldchen.

Angemeldet wurde die Veranstaltung, zu der alle herzlich eingeladen sind, von Bündnis 90/Die Grünen. Aus der Pressemitteilung:

Am Mittwoch, den 4. März 2026, laden wir alle Quickborner Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich um 17 Uhr am Paul-Warnecke-Weg an der Stele zu versammeln. An diesem Ort gedenken wir Paul Warneckes, der in der Nacht vom 4. auf den 5. März 1933 von einem SA-Mann ermordet wurde. Er wurde nur 19 Jahre alt und war das erste Todesopfer des Nationalsozialismus in Quickborn.
Nach dem Krieg beschloss der Quickborner Gemeinderat 1946 den Tatort – bis dahin nach dem SA-Sturmführer Horst Wessel benannt – in „Paul-Warnecke-Platz“ umzubenennen. Doch dieser Beschluss wurde nie umgesetzt. Jahrzehntelang blieb das öffentliche Gedenken aus. Erst in den letzten Jahren hat die Kommunalpolitik den Mut gefunden, sich der eigenen Geschichte zu stellen – und das vor allem dank engagierter Bürgerinnen und Bürger, die das Gedenken aufrechterhalten haben.
Das zeigt: Erinnerung geschieht nicht von selbst. Sie braucht Menschen, die beharrlich bleiben, Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass Unrecht nicht in Vergessenheit gerät. Nur so leisten wir unseren Beitrag dazu, dass sich Geschichte nicht wiederholt.
Gemeinsam für Erinnerung und Demokratie:
Es darf nicht in Vergessenheit geraten, was in jener Nacht in Quickborn begann. Gerade heute ist es wichtig, sichtbar an die Menschen zu erinnern, die in unserer Nachbarschaft Widerstand gegen den NS-Terror geleistet haben. Ihr Schicksal mahnt uns, wie zerbrechlich Demokratie sein kann – und ihr Mut erinnert uns daran, wie wichtig es ist, für sie einzustehen.