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Newsletter 06/2025
Neues Jahrbuch Demokratische Geschichte - Gedenktage für die Opfer des Faschismus - Kreistag stimmt für Zuschuss an KZ-Gedenkstätte Springhirsch - Veranstaltungsberichte - Aufnahmen zu Deportationen in HH - Briefmarke Stolpersteine - Ausstellungsbesuch "Blutiger Boden" im Altonaer Museum - Treffen des Fördervereins 2026
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Neuerscheinung: Jahrbuch Demokratische Geschichte Bd. 34
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Das neue Jahrbuch Demokratische Geschichte Bd. 34 ist ab sofort erhältlich. Es enthält unter anderem folgende Beiträge
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- Zur Rolle des ehemaligen Landrats in Pinneberg Johann Justus Duvigneau im Nationalsozialismus
- Eine „Nazi-Galerie“? Drei Pinneberger Bürgermeister und der Nationalsozialismus.
Heinrich Backhaus (1888–1943), Karl Coors (1896–1958) und Henry Glissmann (1898–1966).
- Stolpersteine – Erinnerung und Gedenken vor der Haustür
Das vollständige Inhaltsverzeichnis können Sie hier einsehen.
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Herausgeber: Beirat für Geschichte in der Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holstein e.V.
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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Uetersen - SchülerInnen forschen zu den Offenbornprozessen
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Vorankündigung: Am 27. Januar um 18.00 Uhr findet in der Stadthalle, Berliner Straße 12, die offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Uetersen in Zusammenarbeit mit der "Spurensuche Uetersen" statt.
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Mit Musikbeiträgen des Orchesters des Ludwig-Meyn-Gymnasiums, Begrüßung durch Bürgermeister Dirk Woschei (SPD), und neuen Forschungsergebnissen zu verschiedenen Opfern aus den sog. Offenborn-Prozessen durch Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnsasiums.
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Spuren zu einigen Uetersener politisch Verfolgten und Verurteilten in den Offenbornprozessen finden sie hier:
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Die Kreisbildungstätte in der Düsterlohe in Barmstedt: Seit 1997 trägt das Haus den Namen Victor-Andersen-Haus, benannt nach dem ersten Kreisjugendpfleger des Kreises Pinneberg nach dem Zweiten Weltkrieg. Während der NS-Zeit war der Uetersener Victor Andersen (1907–1995) aktiv im Widerstand gegen das Naziregime. Bild: wikipedia
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Ein Gedenkstein auf dem Reinhold-Jürgensen-Platz in Elmshorn erinnert an die Offenbornprozesse 1935 und 1936. Zur Spur kommen Sie hier
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KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Einladung zur Veranstaltung am 27. Januar 2026
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G e d e n k e n - E r i n n e r n - F r a g e n
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Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart oder „das Recht, Rechte zu haben!“ (Hannah Arendt)
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E I N L A D U N G 2 7 . 0 1 . 2 0 2 6 , 1 7 : 0 0 - 1 9 : 0 0 U h r O r t : R a t h a u s K a l t e n k i r c h e n
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Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01. möchten wir Sie herzlich zu unserer Veranstaltung einladen. Gemeinsam erinnern wir an die Menschen, die während des NS-Regimes Verfolgung, Unmenschlichkeit und Schmerzen erleiden mussten und wir gedenken der vielen Millionen Menschen, die mit dem Kostbarsten zahlen mussten: ihrem Leben.
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Im Rahmen einer eindrücklichen Präsentation verdeutlichen Schüler:innen der Gemeinschaftsschule am Marschweg anhand der Biographie von Werner Eckstein, Überlebender des KZ-Außenlagers Kaltenkirchen, die Relevanz von Menschenrechten in Vergangenheit und Gegenwart. Dabei stellen sie auch die Frage danach, was Menschen brauchen, um in (rechts)sicheren Verhältnissen leben zu können.
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Die Veranstaltung umfasst ein kulturelles und inhaltliches Rahmenprogramm. Informationen zum genauen Ablauf des Programms folgen zeitnah.
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Hans-Jürgen Kütbach (Vorsitzender des Trägervereins der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen) Marc Czichy (Leiter der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen)
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Kreistag stimmt für Zuschuss an KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch - Kritik an Zustimmungsverweigerung von AfD und FDP
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Soll der Kreis Pinneberg die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen finanziell unterstützen? Neben der AfD stellte sich auch die FDP im Pinneberger Kreistag bei dieser Frage quer. Daraufhin entbrannte eine Debatte über Erinnerungskultur.
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Die Gedenkstätte ist für die Schulen des Kreises Pinneberg ein wichtiger Bildungs- und Lernort. Stellvertretend hierfür ist die seit 2020 bestehende Kooperationsvereinbarung mit der beruflichen Schule des Kreises Pinneberg in Elmshorn. Eine bis heute nicht ermittelte Zahl von kranken und für das Deutsche Reich unbrauchbar gewordenen sowjetischen Kriegsgefangenen wurden vom Kreis Pinneberg 1944/45 in das anliegende Krankenrevier des Stammlagers XA Schleswig--Zweiglager Heidkaten zum Sterben geschafft. Eine solche Verlegung bot sich von Elmshorn aus geradezu an, da die Einlieferung nach Heidkaten mit der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloher Eisenbahn (EBOE) erfolgte, so Gerhard Hoch in den Beiträgen zur Elmshorner Geschichte (siehe auch Kommentar unten).
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Wir dokumentieren zur Kreistagssitzung den Artikel von Anna Goldbach im shz vom 11.12.2025 hier
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Bild aus: Verschleppt zur Sklavenarbeit - Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Schleswig-Holstein, hrsg. von Gerhard Hoch und Rolf Schwarz 1988.
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Kommentar auf "Pinneberger Tageblatt Aktuelles":
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Es gibt natürlich Zusammenhänge mit dem Kreis Pinneberg. Beispielweise wurden die KZ-Häftlinge und Kriegsgefangenen über die damalige EBOE (Jetzige Bahnstrecke AKN A 3) in Viehwaggons bis zum Haltepunkt Hoffnung an der damaligen Reichstraße 4 gebracht und dort ausgeladen. Die Güterwagen wurden an reguläre Züge angekuppelt, die Menschen wie Vieh transportiert. Der damalige Haltepunkt lag direkt westlich neben dem heutigen Bahnübergang. an der B 4. Danach ging es von dort unter Bewachung zu Fuß auf der R 4 bis zu diesem Lager. Wer nicht mehr konnte, wurde von den Wachmannschaften auch schon mal erschlagen oder erschossen, so Augenzeugenberichte. Im Buch “12 wiedergefundene Jahre, Kaltenkirchen unter dem Hakenkreuz” von Gerhard Hoch, Erstausgabe 1980, wurde dort bereits darüber berichtet. Die Herrschaften von der AfD und FDP täten gut daran, die KZ Gedenkstätte mal zu besuchen, um ihre Defizite in den Geschichtskenntnissen zu verringern.
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Michael Harder 11.12.2025
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Texttafeln als Ergänzung zu Straßenschildern: Ermordete NS-Opfer erfahren nun ihre Würdigung
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Dieter Borchardt und die Initiative 8. Mai hatten bereits im Januar 2023 Zusatzschilder angemahnt. Bild: privat
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Nach fast drei Jahren Planung wurden in Pinneberg Texttafeln an Straßennamensschildern angebracht. Es handelt sich um die Straßen, die nach drei Kommunalpolitikern benannt sind, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Die Texte basieren auf historischen Recherchen.
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Dieter Borchardt, Sprecher der Pinneberger Initiative 8. Mai, zeigt sich zufrieden, dass die Stadt Pinneberg endlich Straßenzusatzschilder mit ausführlichen, respektvollen Texten für die drei Kommunalpolitiker angebracht hat. Die neuen Schilder liefern nicht nur Hintergrundinformationen zu drei Politikern, die während der NS-Zeit ermordet wurden, sondern auch würdigen sie ihr Engagement für die Stadt und die Demokratie.
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Bereits im Januar 2023 hatte die Initiative Zusatzschilder angemahnt, um das Andenken der Opfer sichtbar zu machen. Nun, Ende November 2025, ist die Maßnahme erfolgreich umgesetzt worden. Die Pinneberger Ratsversammlung hatte am 11. Juli 2024 einstimmig beschlossen, den emeritierten Historiker Professor Uwe Danker mit der Aufarbeitung der Biografien zweier früherer Bürgermeister zu beauftragen. In diesem Zusammenhang prüfte Danker auch die historische Genauigkeit der Texte für geplante Zusatzschilder an Straßennamensschildern. Grundlage seiner Arbeit bildeten die vorgeschlagenen Texte und die Recherchen Borchardts.
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Die Verwaltung hatte angekündigt, 13 Standorte für die Anbringung der Schilder, abhängig von der Anzahl der vorhandenen Straßennamensschilder je Straße, zu prüfen. Bereits vorhandene Zusatzschilder sollen ausgetauscht oder angepasst werden, um Einheitlichkeit und historische Genauigkeit zu gewährleisten. Quelle: Pinneberger Tageblatt v. 8.12.2025
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Veranstaltung über Gutachten zu Bürgermeistergalerie in Pinneberg
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Die Pinneberger Ratsversammlung gab bei Prof. Uwe Danker das Gutachten in Auftrag
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Bildquelle: Archivfoto Hans-Joachim Kölln aus Pinneberger Tageblatt v. 1.12.2025
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Die Initiative 8. Mai lud ein und gut achtzig Interessierte, darunter viele Jugendliche, hörten am 4. Dezember von Prof. Uwe Danker die Ergebnisse seines Gutachtens zu den Pinneberger Bürgermeistern und ihrer Funktion während der faschistischen Herrschaft. Dieter Borchardt, Sprecher der Initiative, referierte vorweg den Werdegang dieses Streits um die angemessene Kommentierung der Bürgermeistergalerie seit 2015. Durch seine Recherchen zu Karl Coors, der als Bürgmeister schon in Friedrichstadt eine aktive Rolle bei der Verfolgung Andersdenkender eingenommen hatte, sowie die Rolle von Henry Glissmann in Riga, der Kernregion der Shoah, wie es Uwe Danker später in seinem Beitrag ausdrückte, war es letzlich unumgänglich, die Bürgermeister entsprechend kritisch zu kommentieren. Das vorgestellte Gutachten von Uwe Danker beinhaltet den Vorschlag, Kurztexte an den Bildern anzubringen, um dann ausgewählte Dokumente auf einer über einen QR-Code zugänglichen Seite seines Instituts zur wissenschaftlichen Absicherung einsehen zu können. Uwe Danker hat sein Gutachten in dem Beitrag
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Eine „Nazi-Galerie“? Drei Pinneberger Bürgermeister und der Nationalsozialismus. Heinrich Backhaus (1888–1943), Karl Coors (1896–1958) und Henry Glissmann (1898–1966) im Jahrbuch demokratische Geschichte Bd. 34 veröffentlicht (siehe oben Ankündigung Neuerscheinung).
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Das Pinneberger Tageblatt veröffentlichte vorab ein Interview mit Uwe Danker, das wir hier dokumentieren.
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Volker Weiß referierte über Umdeutung des Historischen durch die extreme Rechte
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Volker Weiß vor der Veranstaltung im Forum der Beruflichen Schule in Pinneberg.
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Bildquelle: Frank/Holsteiner Allgemeine
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Gut sechzig Teilnehmende folgten am 18. November dem Vortrag von Volker Weiß zu seinem neuen Buch "Das Deutsche Demokratische Reich - wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört".
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"Auf Symbole und Zeichen gibt es kein ewiges Copyright. Ihre Bedeutung ist an gesellschaftliche Verabredung gebunden." so Volker Weiß in seiner Einleitung. Wiederholungen rufen Vergangenheiten auf und ändern diese zugleich. Ein Vorgang, der auch als Resignifikation beschrieben wird: Aneignung und Umdeutung bekannter Symbole und Begriffe. Hauptakteure in diesem Prozeß sind die neuen nationalistischen und autoritären Bewegungen. Um die Gegenwart politisch umzudekorieren, werde tief in den Fundus der Nationalgeschichte gegriffen. "Mit der gegenläufigen Behauptung, der Nationalsozialismus sei doch eine linke Bewegung gewesen, lässt sich nicht nur die Geschichte des 20. Jahrhunderts neu schreiben, mit ihr wird auch die Politische Gegenwart auf den Kopf gestellt." Seine Botschaft: Der Angriff auf die Geschichte ist ein Angriff auf die Gesellschaft. Nach der Zerstörung des Geschichtsbildes geht es um den Aufbau einer neuen autoritären nationalistischen Welt. Er führte das aus an drei Säulen: Wie geht die Rechte mit dem Krieg um, den Russland gegen die Ukraine führt. Wie bezieht die Rechte sich heute auf die DDR und wie geht die Rechte mit der NS-Vergangenheit um.
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In der Diskussion stand die Frage nach der Einschätzung eines erfolgreichen Verbotes der AfD im Vordergrund. Der Beitrag von Volker Weiß wurde eine Woche zuvor auf einer Veranstaltung der Stiftung Demokratisches Saarland aufgezeichnet und kann hier gesehen werden.
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Grußworte für die Veranstalter sprachen Hauke Petersen, stellv. Landesbeauftragter für Politische Bildung in SH, Sabine Schäfer-Maniezki, Vizepräsidentin des Kreistages Pinneberg, Rudi Arendt für den Förderverein Spurensuche. Die erkenntnisreiche und engagierte Veranstaltung moderierte Guido Nowak vom Bündnis Gegen Rechts, unterstützt von der Mahnmal-Initiative Pinneberg und mitorganisiert von Lisa Ströer, Referentin Erinnerungskultur des Kreis Pinneberg.
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Für Toleranz und Demokratie: Gedenken an die Reichspogromnacht in Elmshorn
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Rund 70 Teilnehmende haben am Montag, 10. November 2025, im Flamweg der Opfer der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 gedacht. „Diese Nacht zählt zu den dunkelsten Kapiteln in der deutschen Geschichte“, so Bürgervorsteher Andreas Hahn. Zahlreiche jüdische Elmshorner wurden verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. SS- und SA-Leute in Zivil brannten die Synagoge im Flamweg nieder. Die Feuerwehr griff erst ein, als die Flammen auf Nachbargebäude überzuspringen drohten. „Und das war erst der Anfang der schrecklichen Entwicklungen“, so Hahn. Bis zum Ende ihrer gerade mal zwölfjährigen Herrschaft hatten die Nazis Millionen Männer, Frauen und Kinder verfolgt, ermordet, enteignet, vertrieben und misshandelt. Keine sieben Jahre nach der Reichspogromnacht, am Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945, gab es in Elmshorn keine Jüdinnen und Juden mehr.
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Jüdisches Leben zurückgekehrt
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Dank Zuzugs existiert heute wieder jüdisches Leben in der Stadt. Doch die Menschen jüdischen Glaubens sind wieder Anfeindungen ausgesetzt, betont der jüdische Kantor Elija Schwarz: „Jüdische Studierende überlegen sich schon genau, welche Seminare und Vorlesungen sie noch besuchen können. Jüdische Schüler müssen die Schule wechseln, weil sie beleidigt und angegangen werden.“
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Bürgervorsteher Hahn mahnt
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Auch vor diesem Hintergrund fordert Hahn: „Wir dürfen nicht wegsehen, sondern müssen uns aktiv gegen Antisemitismus, Diskriminierung und Rassismus einsetzen.“ Es gelte, Toleranz, Respekt, Menschlichkeit zu zeigen und – wann immer es passt – die Vorzüge der Demokratie zu benennen. Denn hier bröckelt etwas, so Hahn unter Berufung auf eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung und Universität Bielefeld. Demnach wünschen sich 15 Prozent der repräsentativ Befragten einen starken Führer. Sogar rund 20 Prozent bezeichnen sich selbst nicht mehr als überzeugte Demokratinnen und Demokraten.
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Den vollständigen Beitrag von Bürgervorsteher Andreas Hahn können Sie hier lesen.
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Sprache als Wegbereiterin
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Das liege auch an der Veränderung der Sprache, des Sagbaren, so Dr. Jürgen Brüggemann von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Die bereitete schon damals den Weg für den Aufbau der nationalsozialistischen Diktatur, wie der romanistische Professor und jüdische Zeitzeuge Victor Klemperer analysierte.
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Er machte unter anderem den „bösartigen Superlativ“ aus, den die Nazis bis zur Absurdität einsetzten – ähnlich wie Donald Trump heute. Außerdem grenzten die Nazis Gruppen sprachlich aus und beraubten sie ihrer Menschlichkeit, was heute ebenso einfach möglich ist, so Brüggemann: „Die Ausländer, die Juden, die Homosexuellen, die Menschen mit Migrationshintergrund… – wir erleben es täglich in den sozialen Medien und im öffentlichen Raum.“ Brüggemann‘s Schlussfolgerung lautet: „Wir brauchen eine Sprache des Friedens und der Humanität.“ Den vollständigen Beitrag von Dr. Jürgen Brüggemann können Sie hier lesen
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Die Gedenkveranstaltung wurde durch liturgische Beiträge des Kantors Schwarz, einen Gedichtvortrag von Frank Ramson aus „Fahrt ins Staublose“ von Nelly Sachs und die Kranzniederlegungen durch Vertreter der Stadt und der VVN-BdA abgerundet.
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Quelle: Stadt Elmshorn, Pressemitteilung vom 20.11.2025
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Vor 25 Jahren Anfang November 2000: Neofaschisten beschmierten den Gedenkstein für die Elmshorner Synagoge. Noch vor der Kranzniederlegung wurde damals der Stein wieder gesäubert. Bild: EN v. 10.11.2000
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Neue Aufnahmen zu Deportationen gefunden - sind Menschen aus dem Kreis Pinneberg darunter?
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Drei neu identifizierte Fotos zeigen das erste Mal das Deportationsgeschehen im Herbst 1941 in Hamburg.
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Am 4. November 2025 stellten Dr. Alina Bothe, Dr. Kristina Vagt, Johanna Schmied und Wolfgang Kopitzsch im Geschichtsort Stadthaus die ersten bekannten Hamburger Fotografien einer Deportation von Jüdinnen und Juden im Herbst 1941 vor, moderiert von Prof. Dr. Oliver von Wrochem. Vor 60 Personen vor Ort und weiteren im Livestream sprachen die Wissenschaftler*innen über ihre Forschungen, die zur Neubewertung der Fotos führten, sowie über die Bedeutung der Bilder. Am selben Abend wurde die Ausstellung „Fotografien einer Hamburger Deportation im Oktober 1941“ im Geschichtsort Stadthaus eröffnet.
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Es füllt sich eine Leerstelle: Forschende des Projekts „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ und des internationalen Projektverbunds #LastSeen haben Fotografien der Deportation von über 1.030 Jüdinnen und Juden aus Hamburg in das Ghetto Litzmannstadt am 25. Oktober 1941 identifiziert. Möglich war das unter anderem durch die Expertise der Forschenden aus dem Projekt #LastSeen.Bilder der NS-Deportationen. Bisher waren die Fotos im United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) als "Evakuierung Luftgeschädigter" verzeichnet.
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Auch Jüdinnen und Juden aus dem Kreis Pinneberg wurden auf der Moorweide am Dammtorbahnhof zusammengetrieben und vom Hannoverschen Bahnhof aus deportiert, u.a. die Elmshornerin Ilse Lippstadt.
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Neues Sonderwertzeichen: Briefmarke zu den Stolpersteinen
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Seit Anfang Dezember ist bei der Post ein neues Sonderwertzeichen zur Unterstützung der Aktion Stolpersteine für den Standardbrief erhältlich. Die Briefmarke kann hier bestellt werden.
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Ausstellungsbesuch im Altonaer Museum Februar/März 2026
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Bitte meldet Euch bei Guido Nowak (Bündnis Gegen Rechts im Kreis Pinneberg), wer und an welchem bevorzugten Tag im Februar oder März 2026 Interesse hat, die Ausstellung "Blutiger Boden" mit öffentlicher Führung im Altonaer Museum zu besuchen! Folgende Termine sind möglich:
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01.02.2026 15:00 Uhr - Blutiger Boden - Öffentliche Führung 15.02.2026 15:00 Uhr - Blutiger Boden - Öffentliche Führung 01.03.2026 15:00 Uhr - Blutiger Boden - Öffentliche Führung 08.03.2026 15:00 Uhr - Blutiger Boden - Öffentliche Führung 15.03.2026 15:00 Uhr - Blutiger Boden - Öffentliche Führung 22.03.2026 15:00 Uhr - Blutiger Boden - Öffentliche Führung
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Weitere Informationen erhaltet Ihr hier.
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Treffen des Projektes Spurensuche: Stolpersteinverlegung mit dem Künstler Gunter Demnig in 2026
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Am Dienstag, dem 13. Januar um 19.00 Uhr trifft sich das Projekt Spurensuche in der beruflichen Schule des Kreises in Pinneberg. Thema wird u.a. die bevorstehende Verlegung von Stolpersteinen gegen das Vergessen mit dem Künstler Gunter Demnig im Kreis Pinneberg im Juni 2026 sein. Interessierte sind eigeladen.
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Mitmachen - engagieren - erinnern
Sie interessieren sich für die lokale und regionale Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus und die Erinnerungskultur im Kreis Pinneberg? Dann kommen Sie zu unserem nächsten Treffen: Dienstag den 13. Januar 2026 im Konferenzraum der Beruflichen Schule, An der Berufsschule 1 in Pinneberg. Eine Einladung erfolgt rechtzeitig
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