Spurensuche Kreis Pinneberg und Umgebung
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Newsletter 04/2026

Veranstaltungen zur Erinnerungskultur - Gedenken an Wilhelm Wilhelmsen in Ohlsdorf - DENK MAL AM ORT in Hamburg - Geschichte als Warnung Lesung Musik Performance - Künstler Gunter Demnig im Rathaus Pinneberg - Stolpersteinverlegungen in Pinneberg, Tornesch, Uetersen und Elmshorn - Symposium in Quickborn - Vortrag zum Angriff der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion in Wedel - Gedenken in Ladelund

30. Mai Friedhof Ohlsdorf 11.00 Uhr: Gedenken an den Norweger Wilhelm Wilhelmsen

Das EInladungsblatt finden Sie hier

30. und 31 Mai Hamburg: DENK MAL AM ORT

Was ist DENK MAL AM ORT? DMAO erinnert an Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt wurden.
Wo findet DENK MAL AM ORT statt? An den authentischen Wohn- und Lebensorten unserer ehemaligen
Nachbar*innen: im Haus, in der Wohnung, im Garten, im Treppenhaus, in der Schule oder vor dem Wohnhaus.
Wann findet DENK MAL AM ORT statt? DMAO findet jedes Jahr an einem Wochenende statt, das um den Jahrestag der Kapitulation der jeweiligen Stadt liegt; 2026 in Hamburg am 30. und 31. Mai.
Wie findet DENK MAL AM ORT statt? Haus- und Wohnungstüren werden geöffnet, die Namen unserer ehemaligen Nachbar*innen, Bruchstücke ihrer Biografien, Verfolgungs- und Fluchtgeschichten werden sichtbar in Ausstellungen, Lesungen, Stadtführungen, Vorträgen, Filmen und Gesprächen.
Alle Veranstaltungen mit freiem Eintritt

www.denkmalamort.de
Facebook, Instagram/@denkmalamort
Veranstalter: KUBIN e.V.

Das vollständige Programm erhalten Sie hier

31. Mai Pinneberg Christuskirche 18.00 Uhr: Geschichte als Warnung - Lesung - Musik - Performance

Mit ihrem neuesten, achten Programm richten Roman Knižka und OPUS 45 den Blick auf die dramatische Schlussphase der Weimarer Republik:
„Deutschland, siehst du das nicht? – Untergang der Weimarer Republik (1929–1933)“.
Der Titel greift eine eindringliche Zeile aus Kurt Tucholskys Gedicht „Deutschland, erwache!“ (1930) auf – ein scharf formulierter Warnruf vor Radikalisierung, Gewalt und dem Zerfall demokratischer Normen. Texte von Erich Kästner, Mascha Kaléko, Kurt Tucholsky, Viktor Klemperer, Sebastian Haffner und Dorothy Thompson treffen auf Musik von Hanns Eisler, Kurt Weill, Erwin Schulhoff, Paul Juon und Jean Françaix – ebenso wie auf Swing und Schlager von Cole Porter und den Comedian Harmonists. Das Programm erzählt vom politischen und gesellschaftlichen Zerfall, aber auch von der kulturellen Blüte jener Jahre und stellt die Frage: Welche Lehren ziehen wir heute aus dem Untergang der ersten deutschen Demokratie?


Das Einladungsblatt finden Sie hier

4. Juni Pinneberg 18.00 Uhr Rathaussaal:

Der Künstler Gunter Demnig

"STOLPERSTEINE – SPUREN und WEGE" Vortrag vom Künstler Gunter Demnig. Er skizziert in dem Vortrag seinen künstlerischen Werdegang von seinen ersten Arbeiten 1968 bis einschließlich des aktuellen Projekts STOLPERSTEINE. Der Vortrag in Form einer PowerPointPräsentation dauert ca. 50 Minuten, anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Gespräch mit dem Künstler.
Überall in Europa erinnern sich Menschen an verschiedenen Orten an die Opfer des Nationalsozialismus. Ein Teil dieser europäischen Erinnerungskultur wird von den STOLPERSTEINEN ausgefüllt. Aufgrund dieser vielen verschiedenen sozialen Interaktionen wird das KunstDenkmal STOLPERSTEINE zu einer sogenannten SOZIALEN SKULPTUR. Bislang liegen 116.000 STOLPERSTEINE in über 1860 Kommunen in 31 europäischen Ländern, die meisten davon in Deutschland. Das KunstDenkmal ist somit das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

Die Veranstaltung organisiert die Pinneberger Initiative 8. Mai mit dem För­der­ver­ein Ge­gen das Ver­ges­sen – Spu­ren­su­che im Kreis Pin­ne­berg und Um­ge­bung 1933-1945 e.V. im Rahmen der Stolpersteinverlegung in den Städten Pinneberg, Uetersen, Tornesch und Elmshorn an dem darauf folgendem Tag.
Der Eintritt ist frei

5. Juni ab 9.00 Uhr: Neue Stolpersteine für Pinneberg

Ungefährer zeitlicher Ablauf am 5. Juni: Wir bitten ca. 15 Minuten vorher zu kommen.

9:00 Am Damm 23 Verlegung des Stolpersteins für Cornel Ferdor Ingus (rassistisch verfolgt)
Zur Biografie kommen Sie hier

9:30 Mühlenstraße 21a Verlegung des Stolpersteins für Adolf Stehr (verfolgt als "Berufsverbrecher")
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9:45 Bahnhofsvorplatz Quellental: Kundgebung zur Stolpersteinverlegung in Pinneberg -
Verlegung der Stolpersteine für Wachlaw Batzick, Walja Wolzkow und seinen Eltern Marja
Wolzkow und Marcel Wolzkow (Zwangsarbeitende und ein Kind von Zwangsarbeitenden)

Zur Biografie kommen Sie hier

    Das Einladungsblatt der Initiative 8. Mai erhalten Sie hier

    5. Juni ab 11.00 Uhr: Neue Stolpersteine für Tornesch

    11.05 Hafenstraße 21: Verlegung von zwei Stolpersteinen mit dem Künstler Gunter Demnig. Sie erinnern an Henry, einen im Alter von drei Wochen verstorbenen Säugling, und an seine Mutter Ewa Dyda, die als Zwangsarbeiterin auf dem landwirtschaftlichen Hof Mohr in Tornesch-Esingen in der Hafenstraße tätig war.

    Programm: Grußwort des Bürgermeisters Christopher Radon und Wortbeitrag der Stadtarchivarin Annette Schlapkohl

    Zur Biografie von Henry Dyda kommen Sie hier

    Die Spur für Ewa Dyda wird auf unserer Webseite am Tag der Verlegung freigeschaltet. Die Patenschaft für die Steine hat der Förderverein Friedhof Tornesch übernommen.

    Es ist in Tornesch die zweite Verlegeaktion nach 2010. Damals wurde auf Initiative der Lokalen-Agenda-Gruppe in der Norderstraße 61 ein Stein für Anna Billian, die denunziert worden war, verlegt. Zur Biografie von Anna Billian bitte hier weiterlesen.

    Zur Pressemitteilung kommen Sie hier

    5. Juni ab 11.40 Uhr: Neue Stolpersteine für Uetersen

    11.40 Uhr Großer Sand 17 (Fußgängerzone) Verlegung eines Stolpersteins für Heinrich Vierkandt.
    Programm: Grußwort des Bürgermeisters Dirk Woschei und Wortbeitrag von Pate Thomas Hölck

    12.10 Uhr Lohe 47 (Stichstraße Langenhof) Verlegung eines Stolpersteins für Fritz Ebeling.
    Programm: Wortbeitrag der Patin A.-I. Wehner

    Ab 13.00 Uhr: Gemeindehaus der Kirchengemeinde, Kirchenstraße 7 (Haus Ueterst End): Gemeinsame Nachbetrachtung sowie die offizielle Freischaltung der neuen Spuren auf unserer Webseite.

    Beim Abschluss im Gemeindehaus wird Suppe, Kaffee und Kuchen angeboten. Für das Essen ist eine Voranmeldung bei Erhard Vogt erforderlich: erhard-vogt@spd-uetersen.de
    Telefon: 04122/9764340

    Zum Pressemitteilung kommen Sie hier

    5. Juni ab (12.30) 12.45 Uhr: Neue Stolpersteine für Elmshorn

    12.30 Uhr Vormstegen 31: Eröffnung durch Bürgervorsteher Andreas Hahn.

    12.45 Uhr Vormstegen 31: Verlegung der Stolpersteine für Henriette Lippstadt und Ilse Lippstadt (rassistisch verfolgt). Zu den Biografien kommen Sie hier

    13.15 Uhr Besenbeker Straße 6: Verlegung der Stolpersteine für Stephania Malinowska und ihrem Sohn Johann Malinowski. (Zwangsarbeitende und ein Kind von Zwangsarbeitenden). Zu den Biografien kommen Sie hier

    13.45 Uhr Schulstraße 38/40: Verlegung des Stolpersteins für James Philipp (rassistisch verfolgt). Zur Biografie kommen Sie hier

    14.15 Uhr Norderstraße 18: Verlegung der Stolpersteine für Johann Büsen und Hans Büsen (politisch verfolgt). Zu den Biografien kommen Sie hier.

    15.00 Uhr Weiße Villa Schulstraße 36: Revue der Wort- und Kulturbeiträge. Vorab Begrüßung und ein Wortbeitrag von Bürgervorsteher Andreas Hahn.

    Zur Pressemitteilung kommen Sie hier.

    Das Informationsblatt der Stadt Elmshorn zum Programmablauf erhalten Sie hier
    Das Informationsblatt der Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine erhalten Sie hier

    13./14 Juni Quickborn: Tagung - Jüdische und sowjetische Kriegsgefangene des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg

    Der Träger- und Förderverein Henri-Goldstein-Haus Quickborn e.V. veranstaltet zusammen mit den drei Historikern Dr. Janine Doerry, Dr. Karsten Wilke und Amelie Berking M.A. am Wochenende 13./14. Juni 2026 eine eineinhalb-tägige Tagung mit dem Titel "Jüdische und sowjetische Kriegsgefangene des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg"
    Im Quickborner Himmelmoor wurden im Zweiten Weltkrieg Kriegsgefangene zum Torfabbau eingesetzt. Die Gedenkstätte Henri-Goldstein-Haus (www.henri-goldstein-haus.de) erinnert an zwei Arbeitskommandos, eines mit Soldaten der Roten Armee, das andere mit Juden, die überwiegend der französischen Armee angehörten. Mindestens 15 der sowjetischen Kriegsgefangenen starben binnen eines Jahres in Quickborn. Im Gegensatz dazu überlebten alle jüdischen Kriegsgefangenen.
    Dieses lokale Beispiel ist Anlass und Ausgangspunkt, um die von Gegensätzen geprägte Behandlung der beiden Gruppen in den Blick zu nehmen.
    Forscherinnen und Forscher aus Frankreich, Großbritannien, Polen, den USA und Deutschland konnten als Vortragende für diese Tagung gewonnen werden. Sie fragen nach den politischen und ideologischen Hintergründen für die unterschiedliche Behandlung der Kriegsgefangenen, richten den Blick aber auch auf ihr Erleben und ihre Erinnerungen. Neue Forschungsergebnisse zu einzelnen Lagern und Arbeitskommandos sowie zu Grabstätten Kriegsgefangener, insbesondere in Norddeutschland, werden vorgestellt.
    Ein öffentlicher Abendvortrag über die Arbeit von Kriegs- und Strafgefangenen im Quickborner Himmelmoor sowie ein Besuch der Gedenkstätte Henri-Goldstein-Haus runden das Programm ab.
    Über den Programmablauf und die Veranstaltung informieren Sie sich bitte hier

    22. Juni 19.00 Uhr VHS Wedel: „Unternehmen Barbarossa“ – Der Angriff der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 - Vortrag von Professor Dr. Jürgen Scheffran

    Das EInladungsblatt finden Sie hier

    30. Juni Ausfahrt von Wedel zur Gedenkstätte Ladelund

    Wir planen mit der VVN/BdA, unserem AK und dem DGB-Wedel eine Ausfahrt am 30. Juni 2026 von Wedel nach Ladelund. Dort wird uns die neue Leiterin begrüßen und herumführen. Sollte noch jemand aus dem Kreis Interesse haben, sollte sie oder er sich bei mir melden: Irmgard Jasker,
    04103-3386, irmgard@jaskers.de.
    Es wird eine Tagesfahrt um 8 Uhr ab Wedel, Rückkehr etwa 18 Uhr

    KZ Gedenk- und Begegnungstätte Ladelund

    Mitmachen - engagieren - erinnern

    Sie interessieren sich für die lokale und regionale Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus und die Erinnerungskultur im Kreis Pinneberg? Dann kommen Sie zu unserem nächsten Treffen:
    Donnerstag, den 09. Juli 2026 im Konferenzraum der Beruflichen Schule, An der Berufsschule 1 in Pinneberg. Eine Einladung erfolgt rechtzeitig
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