Spurensuche Kreis Pinneberg und Umgebung
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Newsletter 03/2026

Veranstaltungen und Aktionen zum 81. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus im Kreis Pinneberg

Uetersen 2. Mai 11.00 Tornescher Weg: Putzen Gegen das Vergessen

Die offene Geschichtswerkstatt des Ortsvereins der SPD in Uetersen bereitet zur Zeit die Stolperstein-Verlegung am 5. Juni 2026 vor.
Vorweg gibt es daher noch einen Termin zum Putzen der bereits verlegten Stolpersteine in der Stadt:
Am 2. Mai ist um 11 Uhr im Tornescher Weg 5-7 Treffpunkt, um dann zur Putzaktion auszuschwirren. - Viele Hände machen bekanntlich ein schnelles Ende!
Im Tornescher Weg auf der Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik HATLAPA befand sich ein Kriegsgefangenen- / Zwangsarbeiterlager. Zur Spur kommen Sie hier

Pinneberg 7. Mai 19.00 Uhr Berufliche Schule: Das Hüttengefängnis in der Hamburger Neustadt und das Polizeigefängnis Altona - Vortrag von Herbert Diercks

Das heute als Männerwohnheim genutzte Gebäude in der Straße Hütten 40/42 in der Hamburger Neustadt hat eine über 165-jährige Geschichte. Etwa 80 Jahre lang war es das Hamburger Polizeigefängnis. In der Zeit des Nationalsozialismus war es als solches ein Ort von Verfolgung. Auch das Altonaer Polizeigefängnis in der "Viktoria-Kaserne" hatte für den Kreis Pinneberg große Bedeutung.

Der Historiker Herbert Diercks, im Kreis Pinneberg auch bekannt als Mitautor des Buches „DIE FREIHEIT LEBT!“, hat die Geschichte dieses Gefängnisses erforscht und Ende 2025 im Schaff-Verlag das Bauheft „Das Hüttengefängnis in der Hamburger Neustadt“ publiziert. In seinem Vortrag wird er dabei u.a die Zusammenhänge von Verfolgung und Widerstand von Menschen aus dem Kreis Pinneberg und Umgebung mit diesen Orten der Repression streifen.
Da der Vortrag im Konferenzraum der Beruflichen Schule Pinneberg stattfindet ist die Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt.
Das Einladungsblatt erhalten Sie hier

Anmeldung bitte unter
info@spurensuche-kreis-pinneberg.de

Pinneberg 8. Mai 19.00 Uhr Kommunales Kino im Rathaus:

"Die Möllner Briefe"

Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namik hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung. Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen. (Berlinale)

Wann: 8. Mai 2026 um 19:00
Wo: Rathaus Pinneberg, Rathaussitzungssaal, Bismarkstraße 8
Veranstalter: Initiative 8. Mai und Kommunales Kino


Das Einladungsblatt finden Sie hier
(c) picture alliance / AA | Abdulhamid Hosbas | 23. November 2022
Am 23. November 1992 sterben bei einem rassistischen Brandanschlag in Mölln drei Menschen: einer der traurigen Höhepunkte der Baseballschlägerjahre.

Elmshorn 8. Mai 18.00 Uhr Gelbe Villa Kaltenweide: Gedenken der Stadt mit Beiträgen der LIEDERTAFEL ELMSHORN e.V.


Anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung am 8. Mai 1945 lädt Elmshorns Bürgervorsteher Andreas Hahn zu einer städtischen Gedenkveranstaltung ein.

Worte und Musik

Unter dem Titel „160 Jahre Liedertafel Elmshorn – Gedenken und Verantwortung“ arbeiten Mitwirkende der Liedertafel Elmshorn e. V. die eigene Geschichte des Chores während der NS-Zeit auf. Diese wird mit wissenschaftlich aufbereiteten Wortbeiträgen abgebildet und von einem Projektchor unter der Leitung von Johanna Stuck musikalisch untermalt.

Veranstaltungsort Gelbe Villa

Die Veranstaltung findet am Freitag, 8. Mai 2026, um 18 Uhr in den Räumen der Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Gelbe Villa, Anbau), Kaltenweide 83, in Elmshorn statt.

Das Einladungsblatt erhalten Sie hier
Gedenkstein mit Namen von politisch verfolgten und ermordeten Elmshornern während des Faschismus. Für Johann Büsen wird am 5. Juni unter anderem ein Stolperstein vom Künstler Gunter Demnig verlegt.

Elmshorn 9. Mai 11.00 Uhr Alter Markt vor der Nikolaikirche:

Tag der Befreiung - Veranstaltungen der VVN/BdA

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, lädt anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung am 8.5.1945 zu Gedenkveranstaltungen mit Infos, Kundgebung, antifaschistischem Stadtrundgang und Radrundfahrt sowie Kranzniederlegung ein.
Datum: 09.05.2026
Uhrzeit: 11:00 bis 14:30 Uhr
Ort: Alter Markt, Innenstadt Elmshorn

Programm

  • 11.00 Uhr, Alter Markt: Info-Tisch der VVN-BdA
  • 11.55 Uhr, Alter Markt: Beginn der Kundgebung zum Tag der Befreiung. Redebeiträge:„ Pastorin Britta Stender, Oberbürgermeister„ Erik Sachse, Heinz Stehr von der VVN-BdA. Musik und Gesang: Leo Wichmann und Matthias Wichmann.
  • 12.30 Uhr: Traditioneller Antifaschistischer Stadtrundgang und Radrundfahrt zu Erinnerungs- und Gedenkorten sowie an Stolpersteinen in Elmshorn. Dazu Redebeiträge an den diversen Standorten.
  • 14.00 Uhr, Schulstraße 15-17: Abschlusskundgebung und Kranzniederlegung am Gedenkstein für die Verfolgten aus dem Elmshorner antifaschistischen Widerstand in der Schulstraße vor dem Rathaus
Das EInladungsblatt erhalten Sie hier

Tornesch 8. Mai 18.00 Uhr Esinger Straße 1 Gedenktafel alte Brennerei: Rundgang zur NS- und Kriegsgeschichte

    Rundgang zur NS- und Kriegsgeschichte in Tornesch am Freitag, den 8. Mai 2026, 81 Jahre nach Kriegsende
    Startpunkt: 18.00 Uhr Gedenktafel am Gebäude der alten Brennerei, Tornesch (Esinger Straße 1), vor Bäcker Schlüter
    Veranstalterin: Stadtarchiv Tornesch, Annette Schlapkohl (Historikerin) Dauer: ca. 2 ½ Stunden, jederzeit früheres „Ausscheiden“ möglich
    Der kostenlose Rundgang findet ohne Anmeldung statt.
    Hintergrund zum Datum: Seit 2020 ist der 8. Mai in Schleswig-Holstein offizieller Gedenktag. Der 8. Mai steht für das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa mit dem Sieg über die nationalsozialistische Diktatur.
    Der Rundgang startet mit der Geschichte der Arisierung der Brennerei im Tornescher Ortszentrum. Es folgen Berichte über die Zwangsarbeit im Ort anhand von Einzelschicksalen. Auf dem Tornescher Friedhof wird erinnert an die Bombenopfer des Krieges, an die gestorbenen Soldaten und an ein dort beerdigtes Kind einer Zwangsarbeiterin. Der Weg führt zum Stolperstein in der Norderstraße und zur Erinnerungstafel für das sowjetische Kriegsgefangenenlager im Lindenweg, Bauherrin war die Gemeinde Tornesch.
    Im letzten Jahr (2025) nahmen 35 Interessierte an dem Rundgang teil. Die Teilnehmenden steuerten eigene kleine Beiträge bei, so dass ein reger Austausch entstand. Kurze Originaltexte aus Tornesch aus der NS-Zeit wurden während der Führung vorgelesen, so dass ganz unmittelbar deutlich wurde, wie die Diktatur in das Leben jeder Person eingegriUen hat und wie brutal die NS-Rassenideologie die Idee der deutschen „Herrenrasse“ verbreitet hat.

    Die Spur zum Bombenopfergrab auf dem Tornescher Friedhof finden Sie hier

    Quickborn 8. Mai 17.00 Uhr Henri-Goldstein-Haus: Vortrag zum Mahnmal in Itzhehoe von Michael Legband

    Der 8. Mai 1945 als Datum der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Gleichzeitig steht er für die Überwindung der NS-Diktatur und ihrer Verbrechen. So widersprüchlich die historischen Erfahrungen auch waren: Zusammenbruch, totale militärische Niederlage, Befreiung der überlebenden Verfolgten aus Konzentrationslagern und Gefängnissen, Katastrophe und „Stunde Null“ – der 8. Mai 1945 ist ein epochaler Einschnitt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts und nicht zuletzt die Bedingung der Möglichkeit für eine humane und demokratische Neuorientierung nach den Schrecken von Krieg und Gewaltherrschaft. Nach intensiven Kontroversen ab Mitte der 1980er Jahre wird der 8. Mai 1945 heute zunehmend als „Tag der Befreiung“ gedeutet. Der Träger- und Förderverein Henri-Goldstein-Haus Quickborn e.V. will lin diesem Jahr an diesen bedeutenden Tag erinnern und lädt zu einer Veranstaltung ein: "Das Mahnmal - Gegen das Vergessen" - Vortrag über das Mahnmal von Fritz Höger in Itzehoe von dem Journalisten Michael Legband.
    Das Bauwerk wurde initiiert von dem später legendären Film- und Fernsehproduzenten Prof. Gyula Trebitsch (Des Teufels General, Hauptmann von Köpenick, Begründer Studio Hamburg, Die Bertinis, Diese Drombuschs u.v.m.). Der ungarische Jude war am 2. Mai 1945 im KZ Wöbbelin bei Ludwigslust befreit worden und kam mit einem britischen Sanitätstransport nach Itzehoe ins Krankenhaus. Hier entstand der Gedanke ein Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus zu erschaffen, das gleichzeitig mahnen sollte, damit sich Derartiges nicht wiederhole. Als Baumeister fungierte der in den Nationalsozialismus verstrickte Johann Friedrich "Fitz" Höger (u.a. Chilehaus, HH.) Das Mahnmal steht für frühes jüdisches Leben in Deutschland nach 1945.
    Michael Legband ist mit seinen Vorträgen zur bewegenden wie bewegten Geschichte des Itzehoer Mahnmals bundesweit als Vortragsredner gefragt. Sein aktuelles Buch trägt den Titel „Das Mahnmal – 75 Jahre gegen das Vergessen“ (Verlag Dr. Ludwig). Es dokumentiert u.a. hundert Veranstaltungen, die an dem Mahnmal stattfanden.
    Der Vortrag findet am 8. Mai 2026 um 17:00 Uhr im Henri-Goldstein-Haus in der Himmelmoorstrasse 6 in Quickborn statt.
    Der Eintritt ist kostenlos, es ist keine Anmeldung erforderlich.
    Das Goldstein-Haus ist NICHT geheizt. Ggf. ist eine warme Kleidung erforderlich.
    Die zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus fand dieses Jahr in Itzehoe statt.

    Wedel 8. Mai 15.00 bis 17.00 Uhr Rathausplatz:

    Mahnwache der Omas Gegen Rechts


    Am 8. Mai – Tag der Befreiung – organisieren die OMAS GEGEN RECHTS Wedel von 15-17 Uhr eine Mahnwache auf dem Rathausplatz in Wedel. Kommt gern vorbei!
    OMAS GEGEN RECHTS Wedel

    11. Mai Songveröffentlichung "Die Selbstbefreiung von Elmshorn" von und mit Frank Ramson

    Der neue Song von Frank Ramson "Die Selbstbefreiung von Elmshorn" im Duo mit Ralf Götzenberger wird am 11. Mai im Handel erscheinen und als Stream und Download auf allen üblichen Plattformen erhältlich sein.

    Der Liedtext nimmt Bezug auf die Aktion "Weiße Flagge" Anfang Mai 1945 in Elmshorn. Beim Inhalt wurde Songwriter von dem Historiker Harald Kirschninck beratend unterstützt. Auf seiner Website ist der Text schon unter Songtexte abrufbar. Das Arrangement für die Veröffentlichung nach seiner Komposition, die Aufnahme und die Produktion übernahm Ralf Götzenberger. Die Version im Songwriter-Stil besteht aus Klavier, Gitarre, Akkordeon und Gesang.

    Das Lied entstand anlässlich des Auftritts der Liedertafel Elmshorn e. V. bei der städtischen Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung am 8. Mai in Elmshorn, die das Lied dort vor Publikum uraufführen wird. Das Arrangement für Chor, Violine und Akkordeon übernahm der Arrangeur und Gitarrist Matthias Wichmann. Die Umsetzung erfolgt unter der Leitung von Johanna Stuck.

    Am 3. Mai berichtet der NDR mit einem TV-Beitrag der Reihe "Zeitreise" über das 160-jährige Jubiläum der Liedertafel Elmshorn, den Auftritt und über die Entstehung des Songs in einem Interview mit Matthias Wichmann und Frank Ramson.

    -- Mail:info@hannah-tanzt.com Mail:info@frankramson.de Web:https://hannah-tanzt.com Web:https://frankramson.de
    Hier finden Sie die NDR-Zeitreise vom letzten Jahr .

    Rellingen 13. Mai Frauentreff 19.30 Uhr Turnerheim: Widerständige Frauen während der NS-Diktatur mit der Historikerin Annette Schlapkohl (nur für Frauen)

    Frauentreff im Mai

    13.05.2026 19:30 Uhr – 21:00 Uhr Rellinger Turnverein, Hohle Straße 14.

    Widerständige Frauen während der NS-Diktatur: Historikerin Annette Schlapkohl stellt Frauen aus dem Kreis Pinneberg vor, die sich mutig in kleinen und großen Taten gegen das nationalsozialistische Regime gestellt haben.
    Der Rellinger Frauentreff ist ein Ort zum Austausch und zum Ankommen für jede Frau in Rellingen. Die Veranstaltungen bieten Input zu frauenpolitischen Fragen und spannenden Themen! Das Programm legen die Frauen selbst fest.
    Regulär finden jeden 2. Mittwoch des Monats die Veranstaltungen im Turnerheim des RTV, Hohle Str. 14, in Rellingen statt. Einlass ist ab 19:00 Uhr, Beginn der Veranstaltungen um 19:30 Uhr. Die Veranstaltungen sind auf Spendenbasis und nur für Frauen zugänglich. Der Frauentreff trägt sich selbst. Die Gleichstellungsbeauftragte unterstützt mit ihrem Etat bei Bedarf einzelne Veranstaltungen und koordiniert den Frauentreff. Die Räumlichkeiten sind nicht barrierefrei.

    Jede Frau ist beim Frauentreff jederzeit herzlich willkommen! Sie haben Lust neue Frauen kennenzulernen und sich im Netzwerk über spannende Themen auszutauschen? Dann schreiben Sie eine E-Mail an: n.timmermann@rellingen.de
    Zivilcourage: In diesem Wochendhaus (Baujahr ca. 1934) in Tornesch versteckte Elisabeth Ruhmann im letzten Kriegsjahr für einige Wochen eine jüdische Familie. Das Gebäude wurde später für einen Neubau abgerissen. (Foto von Helma Thielemann)
    Die Spur zu Elisabeth Ruhmann finden Sie hier

    Vorankündigung: Die Aktion Stolpersteine: Der Künstler Gunter Demnig kommt am 4. und 5. Juni in den Kreis Pinneberg

    Im Kreis Pinneberg werden am Freitag, dem 5. Juni wieder Stolpersteine von dem Künstler Gunter Demnig verlegt: In Pinneberg, Tornesch, Uetersen und Elmshorn. Über das Programm informieren wir noch rechtzeitig. Am 4. Juni findet ab 18.00 Uhr ein Vortrag von ihm im Rathaus Pinneberg statt:

    Mitmachen - engagieren - erinnern

    Sie interessieren sich für die lokale und regionale Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus und die Erinnerungskultur im Kreis Pinneberg? Dann kommen Sie zu unserem nächsten Treffen:
    Donnerstag, den 09. Juli 2026 im Konferenzraum der Beruflichen Schule, An der Berufsschule 1 in Pinneberg. Eine Einladung erfolgt rechtzeitig
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