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Kolz

Aufforderung der Gestapo zur “amtsärtzlichen Untersuchung”

30. Januar 1945
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Staatsarchiv Hamburg, 351-11 Amt für Wiedergutmachung/31550

Für einen Witz vor das Sondergericht

In der Dorfstraße mit der damaligen Hausnummer 27 stand einst der inzwischen abgebrochene Hof von Rudolf Schlüter. Der Landwirt lebte hier mit seiner Frau und seinen drei Söhnen. Wegen einer scherzhaften Äußerung musste er sich am 20. Januar 1936 vor dem Sondergericht Schleswig-Holstein in Altona rechtfertigen. Angeklagt wurde er wegen Vergehen gegen das “Gesetz gegen […]

Erna und Kurt Jacobsohn – eine “privilegierte Mischehe”

Zu den Personen, die trotz jüdischer “Rassenzugehörigkeit” in der Zeit des Nationalsozialismus zunächst unter einem gewissen rechtlichen Schutz vor Verfolgung standen, zählten Juden in sogenannten “Mischehen”, die mit einem “arischen” Partner verehelicht waren. Hierzu gehörte der “Volljude” Kurt Jacobsohn, der mit der “arischen” Erna Jacobsohn, geborene Feyerabend, verheiratet war. Aus der Ehe gingen in der […]

“Parasit im deutschen Volkskörper” – die Verfolgung von Franz Kneip

In der Friedrichsgaber Straße in Quickborn-Heide lebte ab Sommer 1930 der Chemiker Franz Kneip mit seiner Lebensgefährtin Hermine Harmsen. Kneip hatte hier ein Stück Land mit einer Holzbaracke der früheren Sprengstoffwerke gepachtet und versuchte mit der Herstellung und dem Vertrieb eines Heilmittels seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Er geriet aufgrund seines Lebenswandels und seiner politischen Einstellungen […]

Hermann Bruhn – Verfolgung sozialer Außenseiter

Zu den lange Zeit in der Geschichtsforschung unberücksichtigten und vergessenen Leidtragenden der NS-Herrschaft gehörten auch diejenigen Personen, die weniger aufgrund ihrer aktiven Gegnerschaft gegenüber den Nationalsozialisten ins Visier der Verfolger gerieten, sondern wegen ihres nonkonformen Verhaltens, ihrer anderen Lebensweise oder ihres vermeintlichen oder realen Unwillens, sich in die “Volksgemeinschaft” zu integrieren. Zu diesen sozialen Außenseitern […]

Die Vertreibung des Juden Ernst Mayer aus Quickborn

Im April 1940 zog der im NS-Sprachjargon als “Volljude” bezeichnete Ernst Mayer mit seiner “arischen” Frau Amanda Mayer geborene Rohde nach Quickborn-Heide in die Bahnstraße. Die aus Hamburg Zugezogenen bewohnten in der Bahnstraße ein Grundstück , das der Kaufmann Christian Bosch aus Köln am 1. April 1940 von dem Geflügelzüchter Hölser und seiner Frau gekauft […]

KZ-Haft wegen Beleidigung der NSDAP

Im Jahr 1929 erwarb Hugo Hirt auf dem Gelände der ehemaligen Sprengstoffwerke in Quickborn-Heide ein Grundstück mit zwei Gebäuden. Das eine Gebäude bewohnte er mit seiner Familie selbst, das andere vermietete er an seinen Schwager bzw. seine Schwester.  Er wurde 1882 in Zeitz geboren, war beruflich in Hamburg als Maschienenbauer tätig und gehörte seit 1930 […]

Hermann Lichtenstein – Judenverfolgung

Hermann Lichtenstein wurde 1881 in Berlin geboren und heiratete dort 1907 Clara Schiecke, die nach der Eheschließung zum Judentum konvertierte. 1896 begann er eine Lehre und schloss sich mit 18 Jahren der Sozialdemokratischen Partei an. 1911 verzog das Ehepaar nach England. Hier geriet Hermann Lichtenstein mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges in Kriegsgefangenschaft und kehrte 1919 […]

Jan Sodczyk – verstorbener polnischer “Zivilarbeiter”

Der Stolperstein für Jan Sodzcyk HIER WOHNTE JAN SODZCYK JG. 1924 VERHAFTET MÄRZ 1945 ARBEITSLAGER KIEL TOT AN HAFTFOLGEN 20.4.1945   (Die Biographie Jan Sodczyk wurde erarbeitet von Schülerinnen und Schülern des Elsenseegymnasiums Quickborn) Jan Sodczyk wurde am 04.05.1924 im polnischen Baranow geboren. Als 18-jähriger wurde er zur Zwangsarbeit auf den Hof des Landwirts Wilhelm […]