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Judenverfolgung

Aufforderung der Gestapo zur “amtsärtzlichen Untersuchung”

30. Januar 1945
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Staatsarchiv Hamburg, 351-11 Amt für Wiedergutmachung/31550

“Man sollte Ihnen kräftig draufschlagen” – Reaktionen auf einen Leserbrief von Otto Gobetz

Anfang des Jahres 1946 entfachte in der Neuen Hamburger Presse, die Wochenzeitung für Hamburg und Schleswig-Holstein der britischen Militärbehörden, eine Leserbriefauseinandesetzung, die der Autor Ralph Giordano in Gang setzte. Es ging um die begonnenen und die anstehenden Prozesse gegen Deutsche wegen nationalsozialistischer Gewalttaten und die Frage nach der Schuld: Waren die Deutschen kollektiv für die […]

Erinnerungen an Karl Baron von Rosenberg während seiner Zeit im KZ Neuengamme

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Der Niederländer Albert van de Poel hielt in seinen im Winter 1944/45 niedergeschriebenen Erinnerungen über seine KZ-Haft in Neuengamme über Karl Baron von Rosenberg fest: “Zu den schwärzesten Schafen im Konzentrationslager gehörten die Juden. Und unter ihnen lebte Baron von Rosenberg. Er war Katholik und fühlte sich in dieser Gruppe von Menschen nicht heimisch, mit […]

Vaterschaft unbekannt? Ungeklärte “Rassenabstammung” einer Verlobten

Nach dem am 15. September 1935 erlassenen “Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre” waren Eheschließungen zwischen Juden und “Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes” verboten. Um solche Ehen zu unterbinden, mussten heiratswillige Paare vor der Eheschließung bei den Standesämtern ihre “arische” Abstammung nachweisen. Was passierte nun aber in den Fällen, in denen […]

Erna und Kurt Jacobsohn – eine “privilegierte Mischehe”

Zu den Personen, die trotz jüdischer “Rassenzugehörigkeit” in der Zeit des Nationalsozialismus zunächst unter einem gewissen rechtlichen Schutz vor Verfolgung standen, zählten Juden in sogenannten “Mischehen”, die mit einem “arischen” Partner verehelicht waren. Hierzu gehörte der “Volljude” Kurt Jacobsohn, der mit der “arischen” Erna Jacobsohn, geborene Feyerabend, verheiratet war. Aus der Ehe gingen in der […]

Die Familie Lötje – Ausgrenzung einer “privilegierten Mischehe”

Von der Judenverfolgung des Dritten Reiches betroffen war auch die Familie Lötje. Diese bestand aus der sogenannten “Volljüdin” Anna Lötje geborene Lippstadt, ihrem “arischen” Ehemann Oskar sowie den drei von den Nazis als “Mischlingen I. Grades” stigmatisierten Kindern.. Oskar Lötje, geb. 1904, stammte ursprünglich aus Eutin und war von Beruf Bäcker und Konditormeister. Erwerbstätig war […]

illegale Unterstützung der Familie Lötje

17. November 1959
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Wiedergutmachungsverfahren Oskar Lötje Aussage des Landwirts August Storjohann, Amtsgericht Pinneberg, 17. November 1959: “Es war wohl Ende des Jahres 1944, als eines Tages der Polizeibeamte Klövkorn zu mir kam und mich fragte, ob ich mit Juden Geschäftsverbindungen habe. Ich verneinte diese Frage zunächst, worauf er mir vorhielt, dass ich doch Kartoffeln an die Familie Lötje […]

Rede v. Landesrabbiner Dr. Walter Rothschild 2013 zum Novemberpogrom 1938

REDE, NOVEMBER 2013. (Für Elmshorn & Kiel.)   Mein lieben Mitgeschöpfe,  (Ich denke, das inkludiert alle Anwesenden hier), Es ist leider so, dass wir uns normalerweise treffen, nur um über Negatives und Trauriges zu gedenken. Das soll nicht so sein – weil das Judentum hat so viele wunderbare und wichtige Lehren, die unsere Welt dringend […]

Hermann Lichtenstein – Judenverfolgung

Hermann Lichtenstein wurde 1881 in Berlin geboren und heiratete dort 1907 Clara Schiecke, die nach der Eheschließung zum Judentum konvertierte. 1896 begann er eine Lehre und schloss sich mit 18 Jahren der Sozialdemokratischen Partei an. 1911 verzog das Ehepaar nach England. Hier geriet Hermann Lichtenstein mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges in Kriegsgefangenschaft und kehrte 1919 […]

Einziehung “jüdischen Vermögens” – das Grundeigentum des Johann Kaum

Im Dreibeekenmoorweg  hatte der Arzt Johann Kaum mit seiner Frau und Stieftochter ein ca. acht Morgen großes Grundstück mit einem Wohngebäude, das von der Familie als Wochenendhaus genutzt wurde und in dem die Schwiegermutter lebte. Die Familie Kaum selbst wohnte in Hamburg im Mundsburgerdamm 46, wo unweit entfernt Johann Kaum seine Arztpraxis betrieb. Ein Zerwürfnis […]