“Die Ruhe und Sicherheit in Quickborn ist wiederhergestellt.” Der Tod von Paul Warnecke am 5. März 1933

Die Vorgeschichte Im März 1933 waren bereits die entscheidenden Weichen in Richtung einer nationalsozialistischen Diktatur gestellt: Nachdem Reichspräsident Hindenburg am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte, führte die am 4. Februar von Hindenburg erlassene „Notverordnung zum Schutze des deutschen Volkes“ zur Einschränkung der Presse- und Versammlungsfreiheit und die nach dem ungeklärten Reichstagsbrand am […]

Beerdigungsregister Paul Warnecke

9. März 1933
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Quelle: Beerdigungsregister Quickborn rechts: “Wurde bei einer politischen Aktion erschossen; war Kommunist.”

Ein STOLPERSTEIN für Paul Warnecke

Am 27. Februar 2007 verlegte der Kölner Künster Gunter Demnig in Quickborn fünf STOLPERSTEINE, die an verstorbene Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Viele Schüler beteiligten sich an der von der Initiative Selbstbewusstes Quickborn angeregten Verlegung. Die Schüler des Dietrich Bonhoeffer Gymnasiums machten sich auf die Spurensuche nach Paul Warnecke und fertigten den unten stehenden Text an. […]

Die Auseinandersetzung um den Paul-Warnecke-Platz – eine Pressedokumentation

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Quickborner Tageblatt, 10.05.2014   Neues Deutschland, 28.05.2014   Hamburger Abendblatt, Regionalausgabe Pinneberg, 28./29.05.2014   Quickborner Tageblatt, 28./29.05.2014   Quickborner Tageblatt, 30.05.2014

“da ich lediglich bei der Hundestaffel beschäftigt wurde” – Willy Blöcker und das KZ Neuengamme

Am 11. Juni 1945 wurde in Quickborn-Renzel ein Mann festgenommen, der zuvor als Wachmann im KZ Neuengamme tätig war und sich nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes mit seiner Frau Johanna vermutlich bei deren Familienangehörigen aufhielt. Es handelte sich hierbei um den am 26. Februar 1905 in Wiemersdorf (Kreis Segeberg) geborenen Willy Blöcker. Blöcker wuchs in […]

Werner Ballauf – vom Rittmeister der Reichswehr zum Generalmajor der Waffen-SS

Im Jahr 1930 zog der “Rittmeister a.D.” Werner Ballauf mit seiner Familie von Hamburg kommend nach Quickborn. Er bezog im heutigen Ohlmöhlenweg Nr. 118 eine Villa. Zu dem Anwesen, das er von dem Landwirt Griese erwarb, gehörten auch Fischteiche und der landwirtschaftliche Betrieb Eichenhof. Wer war dieser neue Zuzügler? Werner Ballauf wurde am 21. September […]

Behnkes Gasthof “Zum Marktplatz” – Parteilokal der KPD

Parteilokal Wie jede Partei, so hatte auch die Ortsgruppe der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) in Quickborn ein Stammlokal. Die Parteimitglieder und Anhänger trafen sich zumeist im Café “Zum Sportplatz” von Wilhelm Petersen, das 1929 von Johann Behnke übernommen wurde und in Gasthaus “Zum Marktplatz” umbenannt wurde. Das Lokal verfügte über ein “Lichtspielhaus” und angrenzend, auf […]

Literatur und Quellen

ONLINE-RECHERCHEN Auschwitz-Häftlinge – KZ-Gedenkstätte Auschwitz/Birkenau Datenbank sowjetische Kriegsgefangene – Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten Dresden Deutsches Reichsgesetzblatt – Österreichische Nationalbibliothek Digitalisierte Adressbücher von Hamburg mit Umland – Staats- und Universitäts-Bibliothek Hamburg Digitalisiertes Pressearchiv des Hamburgischen Weltwirtschaftsarchivs (HWWA) und des Instituts für Weltwirtschaft (IFW), Recherchen nach Personen, Firmen, Themen Ergänzungskartei der Volkszählung im Deutschen Reich von […]

“… durch Zeitablauf seine Regelungskraft verloren.” Wie in der Stadt Quickborn eine Platzbenennung nach einem NS-Opfer wieder rückgängig gemacht wird.

Im September 1945 kündigte die britische Militärregierung an, beginnend auf der lokalen Ebene politische Selbstverwaltungsstrukturen zuzulassen und hierfür repräsentative Ratsausschüsse in den Gemeinden und dann in den Kreisen einzusetzen. In der Landgemeinde Quickborn mit ihren 7580 Einwohnern wurden hierauf am 17. Oktober 1945 20 Gemeinderäte ernannt, unter ihnen vier Vertreter der KPD, acht Vertreter der […]

Julius Stubbe – Ortsvorsitzender der KPD

Julius Stubbe gehörte mit zu den profiliertesten Quickborner Kommunalpolitikern aus der Zeit der Weimarer Republik, aber auch der Nachkriegszeit. Sein politisches Engagement als Kommunist bestimmte einen Großteil seines Lebens, auch wenn dieses, insbesondere im Nationalsozialismus, mit massiven Erschwernissen, Benachteiligungen und Freiheitsentzug verbunden war. Viele Zeitzeugen erinnerten sich noch lebhaft an den mit 1,66 Metern Körpergröße […]